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Ambrisentan


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Ambrisentan

 Formel Ambrisentan

Wirkstoffklasse

  • Antihypertensivum
  • Endothelin-Rezeptorantagonist

Fertigpräparate

  • Volibris® 

Wirkung

Der Endothelin-A-Rezeptor-Antagonist Ambrisentan antagonisiert die Wirkung des Neurohormons Endothelin-1, einem starken Vasokonstriktor, der auch Fibrose, Zellproliferation und Herzhypertrophie fördert und pro-inflammatorisch wirkt. Die Substanz verringert sowohl den pulmonalen als auch den systemischen Gefäßwiderstand und wirkt dadurch antihypertensiv.

Wirkungsmechanismus

Allgemeine Informationen zum Wirkungsmechanismus der Endothelin-Rezeptorantagonisten finden sich hier.

Ambrisentan ist ein oral wirksamer Endothelin-Rezeptorantagonist mit einer hohen Selektivität für den Endothelin-A-(ET-A-)Rezeptor. Endothelin spielt eine wichtige Rolle in der Pathophysiologie der pulmonal arteriellen Hypertonie. Ambrisentan blockiert den ET-A-Rezeptorsubtyp, der vorwiegend auf den glatten Muskelzellen der Gefäße und den Myozyten des Herzens lokalisiert ist. Dadurch wird die Endothelin-vermittelte Aktivierung von Second-Messenger-Systemen verhindert, die zur Vasokonstriktion und zur Proliferation der glatten Muskelzellen führen. Aufgrund der Selektivität von Ambrisentan für den ET-A-Rezeptor im Verhältnis zum ET-B-Rezeptor ist zu erwarten, dass die durch den ET-B-Rezeptor vermittelte Produktion der Vasodilatatoren Stickoxid und Prostacyclin erhalten bleibt.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Absolute Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegenüber Ambrisentan
- stark eingeschränkte Leberfunktion (mit oder ohne Zirrhose)
- Ausgangswerte der Leber-Aminotransferasen (Aspartat-Aminotransferase AST und/oder Alanin-Aminotransferase ALT) > 3 x ULN
- Schwangerschaft
- Stillzeit

Relative Gegenanzeigen
- klinisch relevante Anämie
Vorsichtige Anwendung:
- Patienten mit einer schweren Beeinträchtigung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min)

Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen)

Es handelt sich hier um eine vollständige Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.


Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
- Herzinsuffizienz
- Atemnot
- Schwindel
- erniedrigter Hämoglobinwert

Sehr häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/10)

- Kopfschmerzen (einschließlich Sinus-Kopfschmerzen, Migräne)
- periphere Ödeme, Flüssigkeitsretention

Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)

- Palpitationen
- Anämie (erniedrigter Hämoglobinwert, erniedrigter Hämatokrit)
- Schleimhautschwellungen im Bereich der oberen Atemwege (z.B. verstopfte Nase, verstopfte Nasennebenhöhlen), Sinusitis, Nasopharyngitis, Rhinitis
- Bauchschmerzen, Verstopfung
- Hautrötungen
- Brustschmerzen, Unbehagen

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)

- Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Angioödem, Exanthem, Pruritus)