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Benzbromaron


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Benzbromaron

Formel Benzbromaron


Wirkstoffklasse

  • Gichttherapeutikum
  • Urikosurikum

Fertigpräparate

  • Benzbromaron AL® 
  • Allopurinol-ratiopharm® comp

Wirkung

Das Urikosurikum Benzbromaron erhöht die Ausscheidung von Harnsäure im Urin, indem es deren tubuläre Rückresorption hemmt. Dadurch wird der Serumharnsäurespiegel erniedrigt und Tophi werden nicht mehr neu gebildet oder sogar abgebaut.

Wirkungsmechanismus

Benzbromaron wirkt urikosurisch durch eine Hemmung der Reabsorption von Harnsäure im proximalen Tubulus. Benzbromaron wirkt vor allem auf die durch eine schlechte Elimination bedingten Hyperurikämien und weniger auf solche, denen eine Harnsäureüberproduktion zu Grunde liegt.
Die bei entsprechender Behandlungsdauer durch den urikosurischen Effekt bewirkte Senkung der Serum - Uratkonzentration führt beim Gichtpatienten zu einer Mobilisierung von Urat - Depots im Gewebe. Um eine Kristallisation bzw. Ablagerung der vermehrt über die Niere ausgeschiedenen Harnsäure zu vermeiden, ist eine reichliche Flüssigkeitszufuhr sowie, besonders zu Beginn der Behandlung, eine Verbesserung der Löslichkeit der Harnsäure durch Neutralisation des Harns unerlässlich.


Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Absolute Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen Benzbromaron
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Nierensteindiathese
- akuter Gichtanfall (nicht indiziert)
- Schwangerschaft

Relative Gegenanzeigen
- sekundärer Hyperurikämie als Folge hämatologischer Erkrankungen: Anwendung sollte nicht erfolgen.
- Stillzeit: Es sollte abgestillt werden.


Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen)

Es handelt sich hier um eine vollständige Liste der Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.



Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (1-10%)
- gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Brechreiz, Völlegefühl und Durchfall

Seltene unerwünschte Wirkungen (< 1%)

- Urtikaria

Unerwünschte Wirkungen, Einzelfälle

- Konjunktivitis
- temporäre Impotenz
- allergisch bedingte Exantheme
- Kopfschmerz
- vermehrter Harndrang
- zytolytische Hepatitis, die z. T. einen fulminanten Verlauf nahmen.

Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit

Zu Beginn der Behandlung kann die Harnsäureausscheidung so erhöht sein, dass es sowohl zu einem Gichtanfall wie auch zur Bildung von Harnsäurekristallen bzw. Harnsäuresteinen in der Niere und den ableitenden Harnwegen kommen kann.