Das Urikosurikum Benzbromaron erhöht die
Ausscheidung von Harnsäure im Urin, indem es deren tubuläre
Rückresorption hemmt. Dadurch wird der Serumharnsäurespiegel
erniedrigt und Tophi werden nicht mehr neu gebildet oder sogar abgebaut.
Wirkungsmechanismus
Benzbromaron
wirkt urikosurisch durch eine Hemmung der Reabsorption von
Harnsäure im proximalen Tubulus. Benzbromaron wirkt vor allem auf
die durch eine schlechte Elimination bedingten Hyperurikämien und
weniger auf solche, denen eine Harnsäureüberproduktion zu
Grunde liegt.
Die bei entsprechender Behandlungsdauer durch den urikosurischen Effekt
bewirkte Senkung der Serum - Uratkonzentration führt beim
Gichtpatienten zu einer Mobilisierung von Urat - Depots im Gewebe. Um
eine Kristallisation bzw. Ablagerung der vermehrt über die Niere
ausgeschiedenen Harnsäure zu vermeiden, ist eine reichliche
Flüssigkeitszufuhr sowie, besonders zu Beginn der Behandlung, eine
Verbesserung der Löslichkeit der Harnsäure durch
Neutralisation des Harns unerlässlich.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeigen (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Relative Gegenanzeigen
- sekundärer Hyperurikämie als Folge hämatologischer Erkrankungen: Anwendung sollte nicht erfolgen.
- Stillzeit: Es sollte abgestillt werden.
Nebenwirkungen
(unerwünschte
Wirkungen)
Es handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (1-10%)
- gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Brechreiz, Völlegefühl und Durchfall
Seltene unerwünschte Wirkungen (< 1%)
- Urtikaria
Unerwünschte Wirkungen, Einzelfälle
- Konjunktivitis
- temporäre Impotenz
- allergisch bedingte Exantheme
- Kopfschmerz
- vermehrter Harndrang
- zytolytische Hepatitis, die z. T. einen fulminanten Verlauf nahmen.
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
Zu Beginn der Behandlung kann die Harnsäureausscheidung so
erhöht sein, dass es sowohl zu einem Gichtanfall wie auch zur
Bildung von Harnsäurekristallen bzw. Harnsäuresteinen in der
Niere und den ableitenden Harnwegen kommen kann.