Cefodizim zählt zu den
Cephalosporin-Antibiotika der 3. Generation
(Breitspektrum-Cephalosporine) und hemmt die bakterielle
Zellwandsynthese durch Bindung an Penicillin-bindende Proteine
(Transpeptidasen). Die Substanzen dieser Generation wirken bakterizid
auf aerobe gramnegative Bakterien, sind aber im Gegensatz zu den
früheren Generationen schwächer wirksam gegen grampositive
Bakterien. Die β-Lactamase-Stabilität ist im Vergleich zur 1.
Generation erhöht.
Wirkungsmechanismus
Allgemeine Informationen zum
Wirkmechanismus der Cephalosporine finden sich hier.
Cefodizim ist ein bakterizid wirkendes Cephalosporin-Antibiotikum der 3. Generation zur parenteralen Anwendung. Zusammen mit Cefotaxim, Ceftizoxim, Ceftazidim und Cefmenoxim
wird es der Cefotaxim-Gruppe zugeordnet, die sich gegenüber
anderen Cephalosporinen durch wesentlich stärkere antibakterielle
Aktivität und ein breiteres Wirkungsspektrum auszeichnet (sog.
Breitspektrumcephalosporine). Die Vertreter der Cefotaxim-Gruppe weisen
eine ausgeprägte bis vollständige
Betalactamase-Stabilität auf.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Absolute Gegenanzeigen
- erwiesene Überempfindlichkeit gegen Cefodizim und anderen Cephalosporinen;
Relative Gegenanzeigen
- Schwangerschaft;
- Stillzeit;
- Eine gelegentlich auftretende Parallelallergie mit anderen Betalactam-Antibiotika (Penicillinen u.a.) ist zu beachten;
Mit besonderer Vorsicht sollte Cefodizim bei Personen angewendet
werden, die in ihrer Vorgeschichte an ausgeprägten Allergien oder
Asthma litten.
Nebenwirkungen (unerwünschte
Wirkungen)
Es
handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen
bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (1-10%)
Gelegentlich können Überempfindlichkeitsreaktionen wie
Exantheme, Urtikaria, Pruritus, (angioneurotische) Ödeme und
Arzneimittelfieber auftreten. Gelegentlich treten gastrointestinale
Störungen in Form von Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen
oder Durchfällen auf, die meist leichter Natur sind und
häufig während, sonst nach Absetzen der Therapie rasch
abklingen.
Seltene unerwünschte Wirkungen (< 1%)
Selten wird über eine leichte Erhöhung der SGOT, SGPT und der
AP berichtet. Auswirkungen auf das Blutbild sind toxischer und
allergischer Art und können sich zeigen in Form einer
Thrombopenie, Neutropenie, Granulozytopenie, Leukozytopenie,
Eosinophilie, sehr selten hämolytische Anämie und
Agranulozytose.
Unerwünschte Wirkungen, Einzelfälle
In Einzelfällen kann es zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen.
Es entwickelt sich unter Cefodizim-Therapie in einzelnen Fällen eine pseudomembranöse Enterokolitis.
In Einzelfällen ist über schwere Hauterscheinungen mit
lebensbedrohlichen Allgemeinreaktionen (wie z.B. exfoliative
Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom) berichtet worden. In
Einzelfällen trat eine interstitielle Pneumonie (PIE-Syndrom) mit
Fieber, Husten, Atemnot, und Eosinophilie auf.
Ein vorübergehender Anstieg der Serumkreatininwerte und Blutharnstoffes wird beobachtet.
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
Es treten nach intramuskulärer Injektion Schmerzen und
Indurationen an der Injektionsstelle auf. Nach intravenöser
Applikation werden Schmerzen und in seltenen Fällen
(Thrombo)-Phlebitis beobachtet.
Langfristige oder wiederholte Anwendung von Cefodizim kann zu einer
Superinfektion oder Kolonisation mit resistenten Bakterien (z.B.
Pseudomonas, Enterokokken) oder Sproßpilzen führen.