Wirkstoffklasse
- β-Lactam-Antibiotikum
- Cephalosporin
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- Elobact®
- Zannit®
- Cefuroxim HEXAL®
|
Wirkung
Cefuroxim ist ein Antibiotikum aus der
Gruppe
der Cephalosporine der zweiten Generation. Die bakterizide Wirkung
beruht auf einer Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese.
Wirkungsmechanismus
Allgemeine Informationen zum
Wirkmechanismus der Cephalosporine finden sich hier.
Cefuroxim
ist
ein bakterizid wirkendes Cephalosporin-Antibiotikum der 2. Generation,
dessen Wirkungsspektrum grampositive und gramnegative Keime umfasst und
das als einziges Cephalosporin der 2. Generation (bei
entzündeten
Meningen) liquorgängig ist. Cefuroxim wirkt besonders gut bei
Infektionen mit Proteus mirabilis und Keimen der Klebsiella-Gruppe
sowie gegen A- und B- Streptokokken, Gonokokken und Meningokokken.
Cefuroxim besitzt eine hohe Stabilität gegenüber
Beta-Lactamasen und wird ausschließlich parenteral angewendet
(zur oralen Anwendung wird das Prodrug Cefuroximaxetil
genutzt). Es kann der Gruppe der sog. Übergangscephalosporine
zugeordnet werden.
Es besteht eine unvollständige Parallelresistenz zwischen
"älteren" und "neuen" (Betalactamase-stabilen) Cephalosporinen
und
eine weit gehende Parallelresistenz zu Cefamandol und Cefotiam.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Absolute Gegenanzeigen
Erwiesene Überempfindlichkeit gegen Cefuroxim und andere
Cephalosporine
Relative
Gegenanzeigen
- Eine gelegentliche auftretende Parallelallergie mit anderen
β-Lactamantibiotika (Penicillinen u.a.) ist zu beachten.
- Schwangerschaft;
- Stillzeit;
- Mit besonderer Vorsicht sollte Cefuroxim bei Personen angewendet
werden, die in ihrer Vorgeschichte an ausgeprägten Allergien
oder
an Asthma litten.
Nebenwirkungen (unerwünschte
Wirkungen)
Es
handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen
bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Unerwünschte
Wirkungen,ohne Angabe der Häufigkeit
- rasche i.v. Injektion:
Unverträglichkeitsreaktionen in Form von Hitzegefühl
oder Brechreiz
Häufige
unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
-
allergische Reaktionen in Form von Hautausschlag, Juckreiz, Urtikaria,
Schwellungen (Quincke-Ödem, Gelenkschwellungen,
angioneurotisches
Ödem), Arzneimittelfieber
- v.a. bei vorbestehender Einschränkung der Nierenfunktion:
Anstieg von Kreatinin und Harnstoff im Serum
- i.v. Applikation: entzündliche Reizungen der Venenwand (bis
zur Thrombophlebitis), Schmerzen an der Injektionsstelle
- i.m. Injektion: Schmerzen, Indurationen an der Injektionsstelle
Gelegentliche
unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
-
toxische und allergische, reversible Auswirkungen auf das Blutbild:
hämolytische Anämie, Neutropenie, Granulozytopenie,
Leukozytopenie,
Eosinophilie oder Thrombozytopenie
- meist leichte, oft während oder
nach der Therapie reversible gastrointestinale Störungen in
Form von
Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder
Durchfällen
- akute interstitielle Nephritis
- leichte, vorüber gehende Erhöhung von Bilirubin
und/oder Leberenzymen im Serum (SGOT, SGPT, alkalische Phosphatase)
Seltene
unerwünschte Wirkungen (> 1/10000)
- Erythema exsudativum
multiforme
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Lyell-Syndrom
Sehr seltene
unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
- anaphylaktischer Schock
- Kinder: leichte bis mittelgradige Beeinträchtigung des
Hörvermögens
- leichte, vorüber gehende Hepatitis
- Ikterus
-
unter hoher Dosierung (v.a. bei gleichzeitigem Bestehen einer
Nierenfunktionseinschränkung): tonisch/klonische
Krampfanfälle,
Muskelzuckungen, Schwindelgefühle