Der durchschnittliche Sitzball hat einen Durchmesser von ca. 50 - 80 cm und findet sich häufig in Reha-Zentren. Beim Training wird der Gymnastikball oft dazu eingesetzt Übungen intensiver zu machen.
Imatinib ist ein Inhibitor der
Tyrosinkinase bcr-abl. Dieses Enzym wird von einem mutierten Chromosom,
dem Philadelphia-Chromosom, codiert und ist in den meisten
Fällen für die unkontrollierte Proliferation
weißer Blutzellen bei der chronisch myeloischen
Leukämie verantwortlich. Durch den Einsatz von Imatinib kommt
es zum Zelltod dieser speziellen Leukämie-Zellen. Imatinib
hemmt außerdem noch eine Reihe anderer Tyrosinkinasen, die am
Wachstum bestimmter Tumore (z.B. GIST) beteiligt sind.
Wirkungsmechanismus
Die Wirkung der zytostatisch wirksamen
Platinkomplexe beruht letztlich - wie die der Alkylanzien, z.B.
Cyclophosphamid - auf einer Reaktion mit der DNA und daraus folgend auf
einer Hemmung der Zellteilung. In wässrigen Medien, wie auch
den
Körperflüssigkeiten, entstehen durch Hydrolyse des
jeweiligen
Komplexes einfach oder zweifach geladene Platin-Wasserkomplexe, die mit
nucleophilen Zentren anderer Moleküle, wie der DNA reagieren.
Im
Falle der DNA hat dies eine Quervernetzung mit anschließender
Funktionsunfähigkeit zur Folge.
Cisplatin
kann
direkt mit Makromolekülen reagieren, es wird aber angenommen,
dass
es überwiegend in wässriger Lösung
pH-Wert-abhängig
zunächst einem Ligandenaustausch unterliegt und erst dann
rasch
reagiert. Der hohe Chloridgehalt im Serum hält Cisplatin
zunächst in der Dichloro-Form, so dass der Ligandenaustausch
zum
größten Teil erst nach Diffusion durch die
Zellmembran im
Zytoplasma erfolgt. Cisplatin entfaltet seine zytotoxische Wirkung
durch Bindung an alle DNA-Basen, wobei allerdings die N-7 Position des
Guanins und des Adenins bevorzugt wird. Die Bindung pro Gramm
Makromolekül an RNS ist dabei stärker als an DNA und
die an
DNA stärker als an Proteine. Den Hauptanteil an DNA-Addukten
bilden dabei Monostrangaddukte, die Adenin mit Guanin oder Guanin mit
Guanin vernetzen und zusammen ca. 90% ausmachen. Von besonderer
Bedeutung für die zytostatische Wirkung des Cisplatins ist
aber
die Ausbildung von Quervernetzungen ("crosslinks"), obwohl diese
quantitativ nur ca. 5% der DNA-Addukte ausmachen.
Durch stufenweise Vorbehandlung in vitro mit Cispaltin kann eine
Resistenz gegen Cisplatin induziert werden. Als relevente
Resistenzmechenismen werden eine durch Zellmembranfaktoren bedingte
geringere Pharmakonaufnahme, eine Anhebung des Sulfhydrylgehaltes (z.B.
Glutathion, Metallothionein) im Zytosol und/oder vermehrte
DNA-Reparatur angesehen.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Absolute
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen Cisplatin oder andere
Platinverbindungen;
- schwere Nierenschäden;
- eingeschränktes Hörvermögen (besonders im
oberen Frequenzbereich);
- akute Infektionen;
- bestehende Knochenmarkschädigung;
- Exsikkose;
- Schwangerschaft;
- Stillzeit;
- Cisplatin-bedingte Neuropathie.
Relative Gegenanzeigen
- Strenge Nutzen-Risiko-Abschätzung bei mittelgradigen bis
leichten Einschränkungen der Nierenfunktion bzw.
beeinträchtigter Funktion der Harnwege oder unzureichende
Harnabflussmöglichkeiten.
Nebenwirkungen (unerwünschte
Wirkungen)
Es
handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen
bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Die Nephrotoxizität stellt den dosislimitierenden Faktor
für
Cisplatin dar. Dispositionsfaktoren der Nephrotoxizität sind
Hyperurikämie oder Hypalbuminämie. Eine zunehmende
Beeinträchtigung der Nierenfunktion äußert
sichvor
allem in einer Erhöhung des Serumharnstoffs, des
Serumkreatinins
und der Serumharnsäure sowie einer Verminderund der
Kreatinin-Clearance. Die Cisplatin induzierte Nephrotoxizität
kann
in eine akute Phase mit einer Elektrolytverschiebung, insbesondere
einer Hypomagnesiämie sowie akuter Einschränkung der
glomerulären Filtrationsrate, und eine chronische Phase mit
Einschränkung der Kreatinin-Clearance mit erhöhtem
oder ohne
erhöhtes Serumkreatinin unterschieden werden. Die
Nierenfunktionsstörungen können zwei bis drei Tage
oder zwei
Wochen nach der ersten Cisplatindosis auftreten. Bei der Verabreichung
höherer Dosen oder bei wiederholter Gabe in kürzeren
Zeitabständen kann ein akutes Nierenversagen infolge von
Tubulusnekrosen auftreten, das zu Urämie und Anurie
führen
kann. Das Nierenversagen kann irreversibel sein. Um diese
schwerwiegenden Nierenfunktionsstörungen zu verhindern, ist
unbedingt eine ausreichende Prä- und Posthydratation
erforderlich.
Die Neurotoxizität stellt nach der Nephrotoxizität
die
zweithäufigste Form der chronischen Toxizität dar.
Neurotoxizität kann auch nach Absetzen der Behandlung
fortschreiten. Die Neurotoxizität kann reversibel sein, bei
30-50%
der Patienten ist sie irreversibel, auch nach Abbruch der Behandlung.
Die Häufigkeit und der Schweregrad der peripheren Neuropathie
scheinen primär von der Höhe der kumulativen
Cisplatindosis
abzuhängen.
Unerwünschte Wirkungen,
ohne Angabe der Häufigkeit
- Schwere Neuropathien (bei Patienten aufgetreten, die Cisplatin in
höherer Dosierung oder häufiger als empfohlen
erhalten haben)
- Periphere Neuropathien mit Parästhesien,
Muskelschwäche,
Krämpfen und Verlust motorischer Funktionen sowie Verlust des
Tast- und Geschmacksinns (nach einmaliger Verabreichung, aber vor allem
nach 4 bis 7monatiger Verabreichung). Die bei peripherer
Toxizität
praktisch immer auftretende Reduktion oder der Verlust der Perzeption
im Bereich der Hände und/oder Füße
ähnelt klinisch
der Neuropathie bei Vitamin-B12-Mangel.
- Lhermitte-Zeichen, Myelopathie im Wirbelsäulenbereich,
autonome Neuropathie (auch nach Absetzen der Behandlung)
- Zerebrale Störungen (Verwirrtheitszustände,
verwaschene Sprache, Gedächtnisverlust, Paralysis)
- Schwere Beeinträchtigung der Knochenmarkfunktion
einschließlich Agranulozytose und/oder aplastische
Anämie
mit z.T. tödlich verlaufenden Infektionen (nach hohen Dosen
bzw.
kumulativen Gesamtdosen)
- Papillenödeme mit Sehstörungen
- Retrobulbäre Neuritis mit Visusverlust
- Störungen der Augenbewegung
- Störungen der Farbwahrnehmungen (nach Hochdosistherapie;
äußert sich im Verlust der Farbunterscheidung
besonders im
Blau-Gelb-Bereich); bei einer Fundoskopie findet sich lediglich eine
irregulär retinale Pigmentierung im Bereich der Makula.
- Metallablagerungen im Zahnfleisch
- Intimareizungen der Gefäße
- Akute ischämische Reaktionen (z.B. Apoplexie,
Myokardinfarkt,
Angina pectoris, Raynaud-Syndrom) insbesondere nach
Kombinationstherapie, unabhängig von Dosis oder Therapiedauer
- Immunsuppressive Reaktionen
- Störungen der Spermatogenese und der Ovulation
- Reversible oder irreversible Infertilität
(dosisabhängig)
- Nach Injektion an der Injektionsstelle: lokale Ödeme,
Schmerz, Erytheme, Hautulzerationen, lokale Venenentzündungen
- Lokale Gewebereizung, z.B. Entzündungen, Fibrose, Nekrose
(nach versehentlich paravasaler Injektion)
- Gynäkomastie
- direkte Coombs-positive hämolytische Anämie
- Haarausfall, Haut- und Schleimhautentzündungen
- Myalgie
Sehr häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/10)
- Nierenfunktionsstörungen (dosisabhängig, bei
Mehrfachgabe zunehmend)
- Hyperurikämie (asymptomatisch oder mit
Gichtanfällen)
- Neurologische Störungen (z.B. in Form peripherer
Neurotoxizität, Hörverlust, Sehstörungen,
Krämpfe)
- Myelosuppresion, äußert sin in einem Abfall der
Leukozyten, Thromozyten und Erythrozyten (dosisabhängig, meist
schwach und reversibel)
- Normochrome Anämie (meist nach längerer Therapie)
- Hörminderung, ein oder beidseitig (hauptsächlich
bei
Frequenzen über 2000 Hz, in 10-15% auch im normalen
Hörfrequenzbereich zwischen 250 und 2000 Hz), bei ca. 30%
Tinnitus
öder Hörverlust im hohen Frequenzbereich von 4000 bis
8000 Hz.
- Gastrointestinale Beschwerden (bei 70% Appetitlosigkeit,
Übelkeit, z.T. mit Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen)
Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
- Reversible Leberfunktionsstörungen (Erhöhung der
Serumtransaminasen und des Bilirubins)
- Hypercholesterolämie
- Erhöhte Eisenspiegel
Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
- Taubheit
- Vestibularis-Toxizität mit Schwindel
- Singultus und Mukositis
- Mikrohämaturie
- Zererbrale Arteriitis
- Thrombotische Mikroangiopathie mit
hämolytisch-urämischem Syndrom
- akute sekundäre Leukämie
- Sehnerventzündung mit Sehstörungen
einschließlich Erblindung (leichtere Fälle nach
Absetzen reversibel)
- Stomatitis (teilweise stärker ausgeprägt)
- Zahnfleischbluten
- EKG-Veränderungen
- Anaphylaktische Reaktionen mit Hautausschlag, makulopapulöse
Hautausschläge, Urtikaria, Erytheme, Pruritis,
erhöhter
Herzfrequenz, Blutdruckabfall, Atemnot, Bronchospasmus, Ödeme
und
Fieber
- Erhöhung der Serumamylase
Seltene unerwünschte Wirkungen (> 1/10000)
- Elektrolytstörungen, insbesondere Hyponatriämie,
Hypophosphatämie, Hypokaliämie,
Hypomagnesiämie und
hypocalcämische Tetanie, dadurch auch
EKG-Veränderungen
(bedingt durch Nierentubulusschädigung)
Sehr seltene unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
- Akute zerebrovaskuläre Komplikationen
- Karotisverschluss mit ischämischer zerebraler Läsion
- Enzephalopathien
- Myelodysplastisches Syndrom
- Hörverlust (auch nach Einzelgabe)
- Veränderungen der Retina mit Sehstörungen
- Kortikale Blindheit
- Pankreatitis
- Schweres Vorhofflimmern
- Herzstillstand (nach Kombinationstherapie)
- Pulmonare Fibrose (nach Kombinationstherapie mit 5-Fluorouracil)
- Lungenotoxizität (nach Kombinationstherapie mit Bleomycin)
- Schmerzhafte Gynäkomastie (bei Männern mit
Hodenkrebs)
- Inadäquate Adiuretin-Sekretion (SIADH-Syndrom, Syndrom der
inappropriaten ADH-Sekretion, Schwartz-Bartter-Syndrom)
- Exfoliative Dermatitis
- Herzrhythmusstörungen, Bradykardie, Tachykardie sowie
Herzversagen
- Veränderungen der Retina mit Sehstörungen
- myelodysplastisches Syndrom