Clopamid ist ein Diuretikum vom
Thiazid-Typ,
das wie andere Diuretika dieser Gruppe primär eine
Mehrausscheidung von Elektrolyten bewirkt und sekundär durch
das
osmotisch gebundene Wasser den Harnfluss vergrößert.
Die
Substanz hemmt im frühdistalen Tubulus die Natriumreabsorption
durch Hemmung des Na/Cl-Cotransportes.
Wirkungsmechanismus
Thiazide und Thiazid-analoge Derivate
hemmen vorwiegend im frühdistalen Tubulus die
Natriumreabsorption, durch Hemmung des Na/Cl-Cotransportes, wobei
maximal etwa 15% des glomerulär filtrierten Natriums
ausgeschieden werden können. Das Ausmaß der
Chloridausscheidung entspricht etwa der der Natriumausscheidung.
Durch Thiazid-Diuretika nimmt auch die Kaliumausscheidung zu, die im
wesentlichen durch die Kaliumsekretion im distalen Tubulus und im
Sammelrohr bestimmt wird (vermehrter Austausch zwischen Natrium- und
Kalium-Ionen).
Durch hohe Thiazid-Diuretika-Dosen kann Bikarbonat infolge einer
Hemmung der Carboanhydrase vermehrt ausgeschieden werden, wodurch der
Urin alkalisiert wird.
Clopamid
ist
ein Diuretikum vom Thiazid-Typ, das wie andere Diuretika dieser Gruppe
primär eine Mehrausscheidung von Elektrolyten bewirkt und
sekundär durch das osmotisch gebundene Wasser den Harnfluss
vergrößert.
Clopamid hemmt vorwiegend im frühdistalen Tubulus die
Natriumreabsorption, durch Hemmung des Na/Cl-Cotransportes, wobei
maximal etwa 15% des glomerulär filtrierten Natriums
ausgeschieden
werden können. Das Ausmaß der Chloridausscheidung
entspricht
etwa dem der Natriumausscheidung.
Durch Clopamid nimmt auch die Kaliumausscheidung zu, die im
wesentlichen durch die Kaliumsekretion im distalen Tubulus und im
Sammelrohr bestimmt wird (vermehrter Austausch zwischen Natrium- und
Kalium-Ionen).
Durch hohe Clopamid-Dosen kann Bikarbonat infolge einer Hemmung der
Carboanhydratase vermehrt ausgeschieden werden, wodurch der Urin
alkalisiert wird.
Durch Azidose oder Alkalose wird die saluretische bzw. diuretische
Wirkung von Clopamid nicht wesentlich beeinflusst.
Die glomeruläre Filtrationsrate wird geringgradig vermindert.
Während der Langzeittherapie mit Clopamid wird die
Calciumausscheidung über die Niere reduziert, so dass eine
Hypercalciämie resultieren kann.
Bei hypertensiven Patienten hat Clopamid einen blutdrucksenkenden
Effekt. Der Mechanismus ist bisher noch nicht ausreichend
geklärt.
Diskutiert wird u.a., dass die gefäßtonusmindernde
Wirkung
der Thiazid-Diuretika durch Annahme der Natriumkonzentration in der
Gefäßwand und damit durch eine verringerte
Ansprechbarkeit
auf Noradrenalin bedingt ist. Bei chronisch niereninsuffizienten
Patienten (GFR unter 30 ml/min und/oder Serum-Kreatinin über
1,8
mg/100 ml) ist Clopamid praktisch unwirksam.
Bei Patienten mit renalem und ADH-sensiblem Diabetes insipidus wirkt
Clopamid antidiuretisch.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Absolute
Gegenanzeigen
- schwere Nierenfunktionsstörungen (Niereninsuffizienz mit
stark
eingeschränkter Harnproduktion; Kreatinin-Clearance kleiner
als 30
ml/min und/oder Serumkreatinin über 1,8 mg/100 ml) und akuter
Nierenentzündung (Glomerulonephritis);
- schwere Leberfunktionsstörungen (Leberversagen mit
Bewusstseinsstörungen);
- Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide (mögliche
Kreuzreaktionen beachten);
- erniedrigte Kaliumspiegel, die auf eine Behandlung nicht ansprechen;
- Hypercalciämie;
- Gicht;
- schwerer Natriummangel im Blut (Hyponatriämie);
- Überempfindlichkeit gegen Clopamid oder einem der sonstigen
Bestandteile.
Relative Gegenanzeigen
- in den ersten 3 Monaten und zur Langzeitbehandlung während
der Schwangerschaft;
- Stillzeit.
Nebenwirkungen
(unerwünschte
Wirkungen)
Es handelt sich hier um eine weitgehend
vollständige
Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen
bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Gelegentliche
unerwünschte Wirkungen (1-10%)
- Mundtrockenheit;
- Oberbauchbeschwerden;
- Übelkeit und Erbrechen;
- krampfartige Beschwerden im Bauchraum;
- Obstipation oder Diarrhoe;
- Muskelverspannungen oder Wadenkrämpfe;
- Kopfschmerzen;
- Schwindel;
- Herzklopfen;
- reversibler Anstieg stickstoffhaltiger harnpflichtiger Stoffe
(Harnstoff, Kreatinin) (vor allem zu Behandlungsbeginn).
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
- Die Anwendung von Clopamid kann bei längerfristiger,
kontinuierlicher Einnahme zu Elektrolytveränderungen,
insbesondere
zu einer Erniedrigung des Serumkaliumspiegels, ferner zu einer
Hyponatriämie, Hypomagnesiämie und
Hypochlorämie
führen.
- Eine nicht offenkundige Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus)
kann zum Vorschein treten. Bei Patienten mit Diabetes mellitus kann es
zu einer Erhöhung der Blutzuckerwerte kommen.
- Die Harnsäurewerte im Blut können sich
erhöhen (Hyperurikämie).
- Bei disponierten Patienten können Gichtanfälle
ausgelöst werden.
- Bei hoher Dosierung kann es insbesondere bei Vorliegen von
Venenerkrankungen zu Thrombosen und Embolien kommen.