Arzneistoffe von A-Z
Alles zu Wirkstoffen
 



Danofloxacin


Geheime Tricks für die Google Suchmaschinenoptimierung.

 

Danofloxacin

Formel Danofloxacin

Wirkstoffklasse

  • Antibiotikum
  • Gyrasehemmer

Fertigpräparate

  • Advocid® 

Wirkung

Danofloxacin ein Fluorochinolon der 3. Generation mit bakterizider und antimycoplastischer Wirkung, kann sowohl oral, als auch parenteral verwendet werden. Es besitzt ein breites Wirkspektrum gegen grampositive und gramnegative Bakterien, sowie gegen Mycoplasmen.

Wirkungsmechanismus

Allgemeine Informtionen zum Wirkmechanismus von Gyrasehemmern finden sich hier

Danofloxacin
verfügt über einen ähnlichen Wirkungsmechanismus wie Enrofloxacin.

Die DNA-Gyrase, das bakterielle Äquivalent der eukaryontischen Topoisomerase II, besteht aus 2 alpha- und 2 beta-Untereinheiten. Die alpha-Untereinheiten besitzen DNA-Bindungsstellen und können die DNA-Doppelhelix aufbrechen. Die beta-Untereinheiten verdrillen die Helix unter ATP-Verbrauch spiralig. Danach verbinden die alpha-Untereinheiten die DNA-Stränge wieder. Dieser Prozess wird als Supercoiling bezeichnet. So ist eine energetisch günstige DNA-Duplikation, schnelle Replikation, Transkription und Rekombination der kompakt aufgewundenen DNA möglich.
Die Wirkstärke der Gyrasehemmer ist abhängig von dem ATP-Gehalt; bei ATP-Mangel wird die bakterizide Wirkung beeinträchtigt. Antibiotika, welche die Proteinsynthese (Chloramphenicol) oder RNA-Synthese (Rifampicin) hemmen, interferieren mit dem Wirkmechanismus der Gyrasehemmer. Diese wirken dadurch nur noch bakteriostatisch. Säugertierzellen werden dagegen nicht von Chinolonen gehemmt, da ihre Topoisomerase II aus weniger Untereinheiten besteht. Chinolone hemmen eukaryotische Topoisomerasen nur in sehr hohen Konzentrationen.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Jungtiere / Wachstum
Hunde und Katzen, welche jünger als 12 Monate sind, sollten nicht mit Danofloxacin behandelt werden, da es zu Knorpelschäden führen kann. Auch Tiere mit schon vorhandenen Knorpelschäden, sollten nicht mit Fluorochinolonen behandelt werden.

Trächtigkeit / Laktation
Danofloxacin darf aufgrund möglicher Arthropathien nicht bei trächtigen und laktierenden Tieren verwendet werden.

Hypersensibilität
Tiere mit einer Empfindlichkeit auf Chinolone, sollten nicht mit Danofloxacin behandelt werden. Bei Tieren mit bestehenden Anfallsleiden darf kein Danofloxacin verwendet werden.

Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen)

Es handelt sich hier um eine vollständige Liste der Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.


Lokale Nebenwirkungen

Bei der Injektion kann es zu schmerzhaften Reaktionen an der Applikationsstelle kommen.


Systemische Nebenwirkungen

Die sytemischen Nebenwirkungen sind vergleichbar mit jenen von Enrofloxacin.

Gastrointestinaltrakt

Vereinzelt können gastrointestinale Störungen wie Erbrechen, Durchfall oder Anorexie auftreten. Bei Labortieren wurden milde Nebenwirkungen auf den Magen-Darmtrakt beobachtet.

Bewegungsapparat
Bei Hunden und Katzen unter 12 Monaten kann es zu Knorpelschäden kommen.

Leber
Chinolone können in der Leber den Metabolismus von Theophyllin, Coffein und Warfarin hemmen. Die Leberenzyme (ALT, AST, alkalische Phophatase oder γ-GT) können erhöht sein.

ZNS-Symptome
Chinolone können die Blut-Hirnschranke gut durchdringen und im ZNS die Rezeptoren der γ-Aminobuttersäure (GABA) blockieren. Die Hemmung des inhibitorischen Neurotransmitters führt zu Benommenheit oder Krämpfen.