Danofloxacin ein Fluorochinolon der 3.
Generation mit bakterizider und antimycoplastischer Wirkung, kann
sowohl oral, als auch parenteral verwendet werden. Es besitzt ein
breites Wirkspektrum gegen grampositive und gramnegative Bakterien,
sowie gegen Mycoplasmen.
Wirkungsmechanismus
Allgemeine Informtionen zum
Wirkmechanismus von Gyrasehemmern finden sich hier
Danofloxacin verfügt über einen
ähnlichen Wirkungsmechanismus wie Enrofloxacin.
Die DNA-Gyrase, das bakterielle Äquivalent der eukaryontischen
Topoisomerase II, besteht aus 2 alpha- und 2 beta-Untereinheiten. Die
alpha-Untereinheiten besitzen DNA-Bindungsstellen und können
die DNA-Doppelhelix aufbrechen. Die beta-Untereinheiten verdrillen die
Helix unter ATP-Verbrauch spiralig. Danach verbinden die
alpha-Untereinheiten die DNA-Stränge wieder. Dieser Prozess
wird als Supercoiling bezeichnet. So ist eine energetisch
günstige DNA-Duplikation, schnelle Replikation, Transkription
und Rekombination der kompakt aufgewundenen DNA möglich.
Die Wirkstärke der Gyrasehemmer ist abhängig von dem
ATP-Gehalt; bei ATP-Mangel wird die bakterizide Wirkung
beeinträchtigt. Antibiotika, welche die Proteinsynthese
(Chloramphenicol) oder RNA-Synthese (Rifampicin) hemmen, interferieren
mit dem Wirkmechanismus der Gyrasehemmer. Diese wirken dadurch nur noch
bakteriostatisch. Säugertierzellen werden dagegen nicht von
Chinolonen gehemmt, da ihre Topoisomerase II aus weniger Untereinheiten
besteht. Chinolone hemmen eukaryotische Topoisomerasen nur in sehr
hohen Konzentrationen.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeigen (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Jungtiere / Wachstum
Hunde und Katzen, welche jünger als 12 Monate sind, sollten nicht
mit Danofloxacin behandelt werden, da es zu Knorpelschäden
führen kann. Auch Tiere mit schon vorhandenen Knorpelschäden,
sollten nicht mit Fluorochinolonen behandelt werden.
Trächtigkeit / Laktation
Danofloxacin darf aufgrund möglicher Arthropathien nicht bei trächtigen und laktierenden Tieren verwendet werden.
Hypersensibilität
Tiere mit einer Empfindlichkeit auf Chinolone, sollten nicht mit
Danofloxacin behandelt werden. Bei Tieren mit bestehenden Anfallsleiden
darf kein Danofloxacin verwendet werden.
Nebenwirkungen
(unerwünschte
Wirkungen)
Es handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Lokale Nebenwirkungen
Bei der Injektion kann es zu schmerzhaften Reaktionen an der Applikationsstelle kommen.
Systemische Nebenwirkungen
Die sytemischen Nebenwirkungen sind vergleichbar mit jenen von Enrofloxacin.
Gastrointestinaltrakt
Vereinzelt können gastrointestinale Störungen wie Erbrechen,
Durchfall oder Anorexie auftreten. Bei Labortieren wurden milde
Nebenwirkungen auf den Magen-Darmtrakt beobachtet.
Bewegungsapparat
Bei Hunden und Katzen unter 12 Monaten kann es zu Knorpelschäden kommen.
Leber
Chinolone können in der Leber den Metabolismus von Theophyllin,
Coffein und Warfarin hemmen. Die Leberenzyme (ALT, AST, alkalische
Phophatase oder γ-GT) können erhöht sein.
ZNS-Symptome
Chinolone können die Blut-Hirnschranke gut durchdringen und im ZNS
die Rezeptoren der γ-Aminobuttersäure (GABA) blockieren. Die
Hemmung des inhibitorischen Neurotransmitters führt zu
Benommenheit oder Krämpfen.