Wirkstoffklasse
- tricyclisches
Antidepressivum (TCA)
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- Aponal®
- Doneurin®
- Mareen®
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Wirkung
Doxepin, ein Dibenzoxepin-Derivat, ist
ein
tricyclisches Antidepressivum vom Amitriptylin-Typ (nach
Kielholz-Pöldinger) mit stimmungsaufhellender,
angstlösender
und sedierender Wirkung.
Wirkungsmechanismus
Allgemeine Informationen zum
Wirkmechanismus der tricyklischen Antidepressiva (TCA) finden sich hier.
Das Dibenzoxepin-Derivat Doxepin
ist neben Amitriptylin der wichtigste Vertreter der TCA mit
stimmungsaufhellender, angstlösender und sedierender Wirkung
(Amitriptylin-Typ nach Kielholz-Pöldinger). Doxepin hemmt den
Noradrenalin-Reuptake etwas stärker als die Wiederaufnahme von
Serotonin.
Doxepin zeigt antagonistische Eigenschaften an peripheren/zentralen
m-Cholino-Rezeptoren (anticholinerge Effekte) und zentralen
alpha-Adrenozeptoren (alpha1- und alpha2-Rezeptor), wirkt schwach
spasmolytisch und besitzt besonders ausgeprägte
Histaminrezeptor-antagonistische Effekte (am H1-Rezeptor sehr stark, am
H2-Rezeptor mittelstark). Unter hohen Dosen kommt es zur Hemmung der
Erregungsleitung am Herzen sowie einer geringgradigen Senkung des
Gefäßwiderstands.
Doxepin wirkt lokalanästhetisch (relevant bei Verabreichung
oraler Lösungen).
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Absolute Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen
Doxepin oder anderen Dibenzoxepinen
- akute Vergiftungen mit Alkohol, Hypnotika, Analgetika und
Psychopharmaka
- akute Delirien
- unbehandeltes Engwinkelglaukom
- akuter Harnverhalt
- Prostata-Hyperplasie mit Restharn-Bildung
- paralytischer Ileus
- Stillzeit
- Alter <12 Jahre
Relative Gegenanzeigen
- Prostata-Hyperplasie ohne
Restharn-Bildung
- schwere Leberschäden
- Störungen des blutbildenden Systems
- hirnorganisches Psychosyndrom
- erhöhte Krampfbereitschaft
- Hypokaliämie (Ausgleich vor Behandlungsbeginn)
- Bradykardie
- angeborenes langes QT-Syndrom oder andere klinisch signifikante
kardiale Störungen, insbesondere
Erregungsleitungsstörungen,
Arrhythmien (Behandlung bei vorbestehendem AV-Block I. Grades oder
Links-/Rechtsschenkelblock nur unter engmaschiger EKG-Kontrolle,
möglichst keine Behandlung mit Doxepin bei vorbestehenden
höhergradigen AV-Blockierungen oder diffusen
supraventrikulären oder ventrikulären
Erregungsleitungsstörungen)
- Alter 12-18 Jahre
- Schwangerschaft
Nebenwirkungen (unerwünschte
Wirkungen)
Es
handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen
bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Unerwünschte
Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
- Verlängerung des
QT-Intervalls im EKG
- Schlafstörungen
- bei vorbestehendem hirnorganischem Psychosyndrom: Provokation eines
pharmakogenen Delirs
tricyclische Antidepressiva allgemein (Effekte nicht
auszuschließen für Doxepin):
- anticholinerge Wirkungen wie paralytischer Ileus, Glaukom-Anfall
- neurologische Effekte (z.B. Polyneuropathien, Krampfanfälle)
- Fälle von suizidalen Gedanken oder suizidalem Verhalten
während der Therapie mit Doxepin
oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden.
- Das Absetzen von Doxepin führt,
insbesondere wenn es abrupt geschieht, häufig zu
Absetzreaktionen. Schwindelgefühl,
Empfindungsstörungen (einschließlich
Parästhesien), Schlafstörungen
(einschließlich Schlaflosigkeit und
intensiver Träume), Erregtheit oder Angst, Übelkeit
und/ oder
Erbrechen, Zittern und Kopfschmerzen sind die am häufigsten
berichteten
Reaktionen. Im Allgemeinen sind diese Symptome leicht bis
mäßig schwer
und gehen von selbst zurück, bei einigen Patienten
können sie jedoch
schwerwiegend sein und länger andauern.
Sehr
häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/10)
- Mundtrockenheit, verstopfte
oder trockene Nase, Akkommodationsstörungen, Schwitzen
- Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel
- Hypotonie, orthostatische Dysregulation, Tachykardie,
Herzrhythmusstörungen
- Tremor
- Obstipation, meist passagere Anstiege der
Leberenzym-Aktivitäten
- Gewichtszunahme
Häufige
unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
- Miktionsstörungen
- innere Unruhe
- Durst-Gefühl
- allergische Haut-Reaktionen, Pruritus
- Libido-Verlust, Ejakulationsstörungen bzw. Impotenz
- v.a. im höheren Lebensalter: Verwirrtheitszustände,
delirante Syndrome
Gelegentliche
unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
- Kollaps-Zustände
- Harnverhalten
- Galactorrhoe
- Erregungsleitungsstörungen, Torsades des Pointes,
Verstärkung einer vorbestehenden Herzinsuffizienz
- Ödeme
- Parästhesien, Hitze- und Kälte-Empfindungen
- Tinnitus
- vermehrtes Träumen
Seltene
unerwünschte Wirkungen (> 1/10000)
- Psychomotorische
Unruhe/Akathisie
Sehr seltene
unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
- Gynäkomastie (bei
Männern), Regelblutungsanomalien und
Vergrößerung der Mammae (bei Frauen)
- Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH)
- Haarausfall
- Änderungen des Blutzucker-Spiegels
- medikamentenabhängige (cholestatische) Hepatitis
- hämolytische Anämie, Leukozytopenie,
Agranulozytose, Thrombozytopenie