Doxycyclin ist ein Antibiotikum der
Tetracyclin-Gruppe mit breitem Wirkungsspektrum, das sowohl oral und
intravenös angewendet wird. Doxycyclin wird auch in der
Therapie
der Akne eingesetzt.
Wirkungsmechanismus
Allgemeine Informationen zum
Wirkmechanismus der Tetracycline finden sich hier.
Doxycyclin
gehört in die Gruppe der aus verschiedenen Streptomyces-Arten
semisynthetisch hergestellten Breitspektrum-Antibiotika der
Tetracycline.
Doxycyclin wirkt in den erreichbaren Plasma- und Gewebekonzentrationen
vorwiegend bakteriostatisch. Der Wirkungsmechanismus beruht auf einer
Hemmung der ribosomalen Proteinsynthese, wobei sowohl extra- als auch
intrazellulär gelagerte Erreger erfasst werden. Die geringe
Toxizität beruht vermutlich auf einer wesentlich
höheren
Affinität vom Doxycyclin zu bakteriellen Ribosomen - im
Vergleich
zu Ribosomen aus Säugetiergeweben.
Das Wirkspektrum von Doxycyclin unterscheidet sich nicht von dem der
übrigen Tetracycline. Es umfasst zahlreiche grampositive und
gramnegative Bakterien unter Einschluss von Anaerobiern und
Sporenbildnern. Teilweise liegen hohe Resistenzquoten gegen Doxycyclin
vor. Klinisch relevant ist insbesondere die Wirkung von Tetracyclinen
gegen Mykoplasmen und intracelluläre Erreger (Chlamydien,
Rickettsien). Tetracycline haben nur eine geringe Wirkung auf
Mykobakterien.
Doxycyclin wird auch in der Therapie der Akne eingesetzt. In den
Haar-Talgdrüsen wirkt Doxycyclin durch Hemmung der
Propionibakterien, denen eine wesentliche Bedeutung für die
Entstehung der entzündlichen Akneeffloreszenzen zukommt.
Weiterhin
verhindert Doxycyclin im Laborversuch durch direkte Hemmung der
Lipolyse die Bildung freier Fettsäuren, die an der
Komedonen-Bildung beteiligt sind.
Die Resorption von Doxycyclin ist im Gegensatz zur Resorption von
Tetracyclin nicht wesentlich von der Nahrung abhängig.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Absolute Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen Doxycyclin oder andere
Tetracyclin-Derivate (Kreuzreaktion)
- Kinder unter 8 Jahren
- schwere Funktionsstörungen der Leber
Relative Gegenanzeigen
- Schwangerschaft (Anwendung nur nach besonders strenger
Indikationsstellung);
- Stillzeit (Anwendung nur nach besonders strenger Indikationsstellung);
Nebenwirkungen (unerwünschte
Wirkungen)
Es
handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen
bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Unerwünschte
Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
Oral/parenteral:
- Unter Sonnenbestrahlung kann es durch Lichtsensibilisierung zu
phototoxischen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen (mit
Symptomen wie bei einem starken Sonnenbrand, z. B. Rötung,
Schwellung, Blasenbildung, Verfärbung), selten auch mit
Beteiligung der Nägel (Nagelablösung und
Verfärbung).
Sonnenbaden im Freien oder in Solarien sollte daher während
der
Doxycyclin-Behandlung vermieden werden.
- Unter einer Therapie mit Doxycyclin kann es durch Selektion zu einer
Candida-Besiedelung der Haut oder Schleimhäute (insbesondere
des
Genitaltraktes und der Mund- und Darmschleimhäute) kommen mit
Symptomen wie Mund- und Rachenschleimhautentzündungen
(Glossitis,
Stomatitis), akuten Entzündungen der
äußeren
Geschlechtsorgane und der Scheide bei der Frau (Vulvovaginitis) sowie
Juckreiz in der Analgegend (Pruritus ani).
- vorübergehende Kurzsichtigkeit (Myopie)
parenteral:
- Flüchtige Hautausschläge (makulopapulöser
und erythematöser Rash)
- Bei zu schneller Injektion kann es zu Schwindel,
Hitzegefühl, Rötung des Gesichtes und Kollaps kommen
- Die intravenöse Anwendung ist mit lokaler Irritation
verbunden
und kann eine Venenentzündung (Thrombophlebitis) verursachen.
Deshalb sollte so schnell wie möglich auf eine orale Therapie
umgestellt werden.
Häufige
unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
Oral:
- gastrointestinale Störungen in Form von Übelkeit,
Sodbrennen, Magendruck, Erbrechen, Meteorismus, Fettstühlen
und
leichte Diarrhoen; die Einnahme nach oder mit den Mahlzeiten kann diese
unerwünschten Wirkungen zu einem gewissen Grad reduzieren; die
Resorptionsquote wird dadurch nur unwesentlich beeinträchtigt.
Gelegentliche
unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
Oral:
- Mund- und Rachenschleimhautentzündungen, Heiserkeit,
Schluckbeschwerden
- allergische Reaktionen: dazu gehören generalisiertes
Exanthem,
Erythem, Urticaria, Hautjucken, Erythema exsudativum multiforme,
reversible örtliche Schwellungen der Haut, der
Schleimhäute
oder der Gelenke (Angioödem), Asthma, anaphylaktischer Schock,
fixes Arzneimittelexanthem an Genitalien und anderen
Körperregionen und eine Serumkrankheit-ähnliche
Reaktion mit
Fieber, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen.
- Bei Verabreichung von Doxycyclin an Kinder unter 8 Jahren wurde eine
irreversible Zahnverfärbung und Zahnschmelzschädigung
sowie
eine reversible Knochenwachstumsverzögerung beobachtet worden.
- Blutgerinnungsstörung, Hämaturie
Seltene
unerwünschte Wirkungen (> 1/10000)
Oral:
- hämatologische Veränderungen, die reversibel sind:
Leukozytopenien, Leukozytosen, Thrombozytopenie, Anämie,
Lymphozytopenien, Lymphadenopathien, atypische Lymphozyten und toxische
Granulationen der Granulozyten.
- Tetracycline können nephrotoxische Schäden
verursachen oder
eine schon vorher bestehende Nierenfunktionseinschränkung
(erkennbar an einem Kreatinin- und Harnstoffanstieg im Serum)
verschlimmern. Auch im Zusammenhang mit Doxycyclingabe wird
über
Nierenschädigungen, z. B. interstitielle Nephritis, akutes
Nierenversagen und Anurie berichtet.
- schwere akute Überempfindlichkeitserscheinungen: Sie
können
sich äußern als: Gesichtsödem,
Zungenschwellung, innere
Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, Herzjagen, Luftnot
(Atemnot), Blutdruckabfall bis hin zu bedrohlichem Schock und
Herzstillstand. Beim Auftreten dieser Erscheinungen, die unter
Umständen lebensbedrohlich sein können, ist sofortige
ärztliche Hilfe erforderlich.
- Paraesthesien, Tachykardien, Myalgien, Arthralgien, Unruhe und
Angstzustände
- Störung bzw. der Verlust der Geruchs- und
Geschmacksempfindung,
welche nur in einigen Fällen und auch nur teilweise reversibel
waren.
- intrakranielle Drucksteigerung (Pseudotumor cerebri), die nach
Beendigung der Therapie reversibel ist. Sie äußert
sich
durch Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und
möglicherweise
eine Sehstörung durch ein Papillenödem.
- schwere Hauterscheinungen mit lebensbedrohlichen Allgemeinreaktionen
(wie z. B. exfoliative Dermatitis, Lyell-Syndrom)
parenteral:
- allergische Reaktionen: dazu gehören generalisiertes
Exanthem,
Erythem, Urticaria, Hautjucken, Erythema exsudativum multiforme,
reversible örtliche Schwellungen der Haut, der
Schleimhäute
oder der Gelenke (Angioödem), Asthma, anaphylaktischer Schock,
fixes Arzneimittelexanthem an Genitalien und anderen
Körperregionen und eine Serumkrankheit-ähnliche
Reaktion mit
Fieber, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen.
- schwere Hauterscheinungen mit lebensbedrohlichen Allgemeinreaktionen
(wie z. B. exfoliative Dermatitis, Lyell-Syndrom)
- Heiserkeit sowie Schluckbeschwerden
- Bei Verabreichung von Doxycyclin an Kinder unter 8 Jahren wurde eine
irreversible Zahnverfärbung und Zahnschmelzschädigung
sowie
eine reversible Knochenwachstumsverzögerung beobachtet worden.
- Blutgerinnungsstörung, Hämaturie
Sehr
seltene unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
Oral:
- pseudomembranöse Enterokolitis
- Krampfanfälle (Nach oraler Einnahme von Doxycyclin wurde ein
Fall eines epileptischen Anfalls berichtet. Nach intravenöser
Gabe
ist diese Nebenwirkung in mehreren Fällen beschrieben worden.)
Oral/parenteral:
- schwarze Haarzunge
- pseudomembranöse Enterokolitis
parenteral:
- gastrointestinale Störungen in Form von Übelkeit,
Appetitlosigkeit, Blähungen, Erbrechen, entzündlichen
Veränderungen der Zungenschleimhaut, Abdominalschmerz und
Diarrhoen kommen, die durch Reizung der Darmwand und vor allem durch
Störung der physiologischen Darmflora bedingt sind.
- intrakranielle Drucksteigerung (Pseudotumor cerebri), die nach
Beendigung der Therapie reversibel ist. Sie äußert
sich
durch Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und
möglicherweise
eine Sehstörung durch ein Papillenödem.
- hämatologische Veränderungen, die reversibel sind:
Leukozytopenien, Leukozytosen, Thrombozytopenie, Anämie,
Lymphozytopenien, Lymphadenopathien, atypische Lymphozyten und toxische
Granulationen der Granulozyten.
- Tetracycline können nephrotoxische Schäden
verursachen oder
eine schon vorher bestehende Nierenfunktionseinschränkung
(erkennbar an einem Kreatinin- und Harnstoffanstieg im Serum)
verschlimmern. Auch im Zusammenhang mit Doxycyclingabe wird
über
Nierenschädigungen, z. B. interstitielle Nephritis, akutes
Nierenversagen und Anurie berichtet.
- schwere akute Überempfindlichkeitserscheinungen: Sie
können
sich äußern als: Gesichtsödem,
Zungenschwellung, innere
Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, Herzjagen, Luftnot
(Atemnot), Blutdruckabfall bis hin zu bedrohlichem Schock und
Herzstillstand. Beim Auftreten dieser Erscheinungen, die unter
Umständen lebensbedrohlich sein können, ist sofortige
ärztliche Hilfe erforderlich.
- Paraesthesien, Tachykardien, Myalgien, Arthralgien, Unruhe und
Angstzustände
- Störung bzw. der Verlust der Geruchs- und
Geschmacksempfindung,
welche nur in einigen Fällen und auch nur teilweise reversibel
waren.