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Enfuvirtid

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Enfuvirtid

Es handelt sich bei Enfuvirtid um einen peptidischen Arzneistoff, der aus 36 Aminosäuren aufgebaut ist.

Ac-Tyr-Thr-Ser-Leu-Ile-His-Ser-Leu- Ile-Glu-Glu-Ser-Gln-Asn-Gln-Gln-Glu- Lys-Asn-Glu-Gln-Glu-Leu-Leu-Glu- Leu-Asp-Lys-Trp-Ala-Ser-Leu-Trp-Asn- Trp-Phe-NH2


Wirkstoffklasse

  • Virustatikum
  • Fusionsinhibitor (Entry-Inhibitor)

Fertigpräparate 

  • Fuzeon® 

Wirkung

Das HIV-Therapeutikum Enfuvirtid ist ein Vertreter der therapeutischen Klasse der Fusionshemmer ("Entry-Inhibitoren"). Die Fusion zwischen der viralen Zellmembran und der Zellmembran der Zielzelle wird extrazellulär blockiert, indem Enfuvirtid  an eine Peptidregion des viralen Transmembranproteins GP-41 bindet, das für die Annäherung von Virus- und Zielzelle verantwortlich ist. Damit wird das Eindringen der viralen RNA in die Zielzelle verhindert.

Wirkungsmechanismus

Enfuvirtid ist ein Vertreter der therapeutischen Klasse der Fusionshemmer. Es handelt sich um ein synthetisches Peptid aus 36 Aminosäuren, das mit den Aminosäuren 127 bis 162 des extrazellulären Teils des viralen Transmembranproteins GP-41 korrespondiert. Enfuvirtid hemmt die räumliche Umstrukturierung von GP-41 durch spezifische extrazelluläre Bindung an ein "Heptad-repeat"-Muster (HR1) innerhalb des nativen GP-41 auf der Virusoberfläche. Dadurch wird die Fusion zwischen der viralen Zellmembran und der Zellmembran der Zielzelle blockiert und das Eindringen der viralen RNA in die Zielzelle verhindert. Enfuvirtid benötigt keine intrazelluläre Aktivierung.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Absolute Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegenüber Enfuvirtid

Relative Gegenanzeigen

- Schwangerschaft
- Stillzeit


Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen)

Es handelt sich hier um eine vollständige Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.


Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
Fälle von Osteonekrose wurden insbesondere bei Patienten mit allgemein bekannten Risikofaktoren, fortgeschrittener HIV-Erkrankung oder Langzeitanwendung einer antiretroviralen Kombinationstherapie berichtet.

Sehr häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/10)

Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, lokale Reaktionen an der Injektionsstelle (z.B. Schmerzen/Beschwerden, Verhärtungen, Erythem, Knoten und Zysten, Pruritus, Ekchymose)

Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)

Sinusitis, orale Candidose, Herpes simplex, Hautpapillom, Influenza, Follikulitis, Lymphadenopathie, verminderter Appetit, Anorexie, Depressionen und Angstzustände, periphere Neuropathie, Schwindelgefühl (außer Vertigo), Störungen des Geschmacksempfindens, Bindehautentzündung, Pneumonie, Husten, Verstopfung, Schmerzen im Oberbauch, Halsschmerzen, Pankreatitis, Juckreiz der Haut, Nachtschweiß, trockene Haut und vermehrtes Schwitzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Rücken- und Gliederschmerzen, Muskelkrämpfe, Asthenie, grippeähnliche Beschwerden, Gewichtsabnahme