Arzneistoffe von A-Z
Alles zu Wirkstoffen
 



Etravirin


Ihr Fachmann für Naturkosmetik.
Weitere Informationen zum Thema schlank Hypnose.

 

Etravirin

Formel Etravirin

Wirkstoffklasse

  • Virustatikum
  • nicht-nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Inhibitor
  • NNRTI

Fertigpräparate

  • Intelence® 

Wirkung

Etravirin ist ein Arzneistoff zur Behandlung von HIV und dessen späteren Stadien im Rahmen einer HIV-Kombinationstherapie.

Wirkungsmechanismus

Etravirin ist ein nicht-nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) des humanen Immundefizienzvirus Typ 1 (HIV-1). Die Substanz bindet direkt an die Reverse Transkriptase des HI-Virus und blockiert die RNA- und DNA-abhängigen DNA-Polymerase-Aktivitäten durch Störung der katalytischen Bindungsstelle des Enzyms. Dadurch verringert Etravirin, wenn es in Kombination mit anderen antiviralen Arzneimitteln eingenommen wird, die HIV-Menge im Blut und hält sie auf einem niedrigen Niveau. Etravirin ist gegen Virusstämme wirksam, die gegen andere Wirkstoffe dieser Gruppe resistent sind und zeigt auch bei vorbehandelten Patienten mit klassischen Resistenzen gegen nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren eine gute antiretrovirale Wirksamkeit (keine Kreuzresistenz).

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
   
Etravirin darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff.

Unter Etravirin wurden schwere Arzneimittelreaktionen der Haut berichtet; Stevens-Johnson-Syndrom und Erythema multiforme wurden selten (< 0,1%) berichtet. Die klinischen Daten sind begrenzt, und bei Patienten mit einer Vorgeschichte von NNRTI-assoziierten Hautreaktionen kann ein erhöhtes Risiko für Hautreaktionen nicht ausgeschlossen werden. Bei diesen Patienten ist, besonders im Fall einer schweren Arzneimittelreaktion der Haut in der Vorgeschichte, Vorsicht angeraten. Der Arzt sollte sich beim Verschreiben von Etravirin an Frauen bewusst sein, dass die Inzidenz von Hautreaktionen im Etravirin-Arm bei Frauen häufiger war als bei Männern.

Die Erfahrung bei geriatrischen Patienten ist begrenzt. In den Phase-III-Studien erhielten 6 Patienten, die 65 Jahre oder älter waren, Etravirin und 53 Patienten zwischen 56-64 Jahren. Art und Häufigkeit der Nebenwirkungen bei Patienten > 55 Jahre waren mit denen bei jüngeren Patienten vergleichbar. Aufgrund der begrenzten Erfahrungen zur Anwendung von Etravirin bei Patienten > 65 Jahre sollte Etravirin in dieser Patientengruppe mit Vorsicht angewendet werden soll.

Etravirin wird hauptsächlich durch die Leber metabolisiert und eliminiert und ist größtenteils an Plasmaproteine gebunden. Effekte durch Exposition mit ungebundenem Wirkstoff können erwartet werden (wurde nicht untersucht). Deshalb ist bei Patienten mit mäßiger Beeinträchtigung der Leberfunktion Vorsicht geboten.

Etravirin wurde bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C) nicht untersucht, weshalb eine Anwendung bei dieser Patientengruppe nicht empfohlen wird.

Aufgrund der derzeit begrenzten Verfügbarkeit von Daten ist bei Patienten, die mit dem Hepatitis-B- oder -C-Virus koinfiziert sind, Vorsicht geboten ist. Ein potenziell erhöhtes Risiko für eine Erhöhung der Leberenzyme kann nicht ausgeschlossen werden.

Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen)

Es handelt sich hier um eine weitgehend vollständige Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Beurteilung der Sicherheit basiert auf allen Daten von 1.203 Patienten aus den placebokontrollierten Phase-III-Studien DUET-1 und DUET-2 an antiretroviral behandlungserfahrenen HIV-1-infizierten, erwachsenen Patienten, von denen 599 Etravirin (200 mg 2mal tgl.) erhielten. In diesen gepoolten Studien betrug die mediane Exposition der Patienten im Etravirin-Arm 30 Wochen.
Die am häufigsten berichteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAWs) aller Schweregrade, die in den Phase-III-Studien auftraten (Inzidenz ≥ 10% im Etravirin-Arm), waren Hautausschlag (17,0% im Etravirin-Arm versus 9,4% im Placebo-Arm), Diarrhö (15,0% versus 20,4%) und Übelkeit (13,9% versus 11,1%). Die Abbruchrate aufgrund jeglicher unerwünschter Wirkung betrug 5,8% bei Patienten, die Etravirin erhielten und 4,5% bei Patienten, die Placebo erhielten.
Die häufigste UAW, die zu einem Abbruch führte, war Hautausschlag (2,0% im Etravirin-Arm versus 0% im Placebo-Arm). Der Hautausschlag war am häufigsten leicht bis mäßig, im Allgemeinen makular bis makulopapulär oder erythematös, trat meistens in der zweiten Woche der Therapie auf und war nach Woche 4 selten. Der Hautausschlag war meistens selbstbegrenzend und klang im Allgemeinen innerhalb 1-2 Wochen bei fortgeführter Therapie ab. Im Etravirin-Arm war die Inzidenz von Hautausschlag bei Frauen höher als bei Männern. Es gab keine geschlechtsspezifischen Unterschiede bezüglich Schweregrad oder Therapieabbruch aufgrund von Hautausschlag. Die klinischen Daten sind begrenzt, und bei Patienten mit einer Anamnese von NNRTI-bedingten Hautreaktionen kann ein erhöhtes Risiko für Hautreaktionen nicht ausgeschlossen werden



Webspace mit php für eigene Homepage