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Felodipin


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Felodipin

Formel Felodipin


Wirkstoffklasse

  • Calciumantagonist

Fertigpräparate (Auswahl)

  • Modip® 
  • Unimax®
  • Felocor®

Wirkung

Felodipin, ein Calciumkanal-Blocker, hemmt den transmembranären Calciuminflux. In Folge dessen kommt es am Herzen zu einem verminderten Sauerstoffbedarf und zu einer Vasodilatation der Gefäße. Felodipin ist indiziert bei Hypertonie.

Wirkungsmechanismus

Allgemeine Informationen zum Wirkmechanismus der Calciumantagonisten finden sich hier.


Die Gefäßselektivität ist bei Felodipin um den Faktor 7-8 höher als diejenige von Nifedipin (100fach stärkere Wirkung auf die isolierte, spontan aktive Pfortader als auf den elektrisch stimulierten Papillarmuskel des Herzens). Da auch die kardiale Erregungsleitung im therapeutischen Dosisbereich weit gehend unbeeinflusst bleibt, kann Felodipin bei Hypertonikern mit beeinträchtigter linksventrikulärer Funktion angewendet werden.
Wegen der relativ selektiven Wirkung auf die glatten Muskelzellen der peripheren präkapillären Widerstandsgefäße und damit der fehlenden Wirkung auf die venösen Kapazitätsgefäße sowie auch fehlender Effekte auf die adrenerge Vasomotorenregulation kommt es seltener zu orthostatischer Hypotension.
In Folge der hämodynamischen Wirkung kommt es über den Barorezeptor-Reflex zu vorüber gehender Tachykardie.
Felodipin senkt sowohl den systolischen als auch den diastolischen Blutdruck.
Felodipin wirkt koronarerweiternd und senkt bei gesunden Probanden den renalen Gefäßwiderstand. Die glomeruläre Filtrationsrate wird nicht nennenswert beeinträchtigt, kann aber bei Patienten mit vorbestehender Nierenfunktionseinschränkung zunehmen.
Durch die Verringerung der Natriumrückresorption in der Niere wirkt Felodipin natriuretisch und diuretisch.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Absolute Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegenüber Felodipin
- Herz/Kreislauf-Schock
- Schlaganfall (innerhalb der letzten 6 Monate)
- höhergradige Aorten- oder Mitralklappenstenose
- hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie
- akuter Herzinfarkt (innerhalb der letzten 8 Wochen)
- atrioventrikuläre Überleitungsstörungen 2. und 3. Grades
- instabile Angina pectoris
- schwere Niereninsuffizienz (glomeruläre Filtrationsrate <30 ml/min, Serum-Kreatinin >1,8 mg/dl)
- schwere Leberfunktionsstörungen
- Schwangerschaft
- dekompensierte Herzinsuffizienz

Relative Gegenanzeigen
- Tachykardie (>120 Schläge/min)
- ausgeprägte Hypotonie
- Erregungsleitungsstörungen
- kompensierte Herzinsuffizienz
- Aorten- oder Mitralklappenstenose
- leichte bis mittlere Leberfunktionsstörungen
- Stillzeit (Anwendung nicht empfohlen)
- Alter <18 Jahre (keine Nachweis von Sicherheit/Wirksamkeit)

Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen)

Es handelt sich hier um eine vollständige Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
- v.a. zu Behandlungbeginn Auftreten oder Zunahme von Frequenz, Dauer und Schweregrad von Angina pectoris-Anfällen

Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
- Kopfschmerzen (v.a. zu Behandlungsbeginn, bei Dosiserhöhung oder Verabreichung hoher Dosen), im Allgemeinen im Behandlungsverlauf nachlassend
- v.a. zu Behandlungsbeginn, bei Dosiserhöhung oder Verabreichung hoher Dosen: Flush
- periphere Ödeme (Das Ausmaß der Knöchelschwellung ist dosisabhängig, spontane Rückbildung spätestens nach Absetzen.)

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
- Parästhesien, Schwindel, Müdigkeit
- Palpitationen, Tachykardie
- Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen
- Haut- und Überempfindlichkeitsreaktionen wie Pruritus, Exantheme

Seltene unerwünschte Wirkungen (> 1/10000)
- Synkope
- Hypotone Kreislaufreaktionen
- Erbrechen
- Urtikaria
- Muskelzittern, Arthralgie
- Erektionsstörungen

Sehr seltene unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
- Unruhe
- Tinnitus
- Herzinfarkt
- Leukozytoklastische Vaskulitis
- Dyspnoe
- Diarrhoe, Obstipation
- erhöhte Transaminasenspiegel
- Photosensibilität
- exfoliative Dermatitis
- Gingivitis (vermeidbar bzw. reversibel durch sorgfältige Mundhygiene), Gingivahyperplasie
- Pollakisurie
- Gynäkomastie, Menorrhagie
- Angioödem, Fieber
- Gewichtszunahme
- Schweißausbrüche





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