Arzneistoffe von A-Z
Alles zu Wirkstoffen
 



Haloperidol

Wissenswertes zu Logobälle finden Sie hier.
discoTEL und fastSIM sind Prepaid Simkarten für Handys. Mit diesen Simkarten kann billig gesurft und mobil telefoniert werden. Denn discoTEL hat über die Website discoTEL.de aufgezeigt, wie man auf neue Weise Kunden finden kann. Bis zu 50 Euro stehen beim Prepaid Discounter discoTEL für Neukunden zur Verfügung.
Interesse an VCI Beutel, mehr erfahren Sie hier.

 

Haloperidol

Formel Haloperidol

Wirkstoffklasse

  • Neuroleptikum
  • Antipsychotikum
  • Butyrophenon

Fertigpräparate (Auswahl)

  • Haldol® 
  • Haloperidol HEXAL®

Wirkung

Das Butyrophenon-Derivat Haloperidol gehört zur Gruppe der stark antipsychotisch wirksamen klassischen Neuroleptika. Die antipsychotische Wirkung lässt sich auf den spezifischen Dopamin-Antagonismus (hauptsächlich D2-Rezeptoren) von Haloperidol zurückführen. Haloperidol ist zur Behandlung von akuten, subakuten und chronischen Psychosen sowie zur Kombinationstherapie bei der Behandlung von chronischen oder schweren Schmerzen zugelassen. Zu den häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen zählen Frühdyskinesien, Parkinson-Syndrom und Akathisie.

Wirkungsmechanismus

Der Wirkmechanismus der Neuroleptika vom Butyrophenon-Typ (Leitstruktur Haloperidol) und der Diphenylbutylpiperidine ist nicht eindeutig geklärt. Man geht davon aus, dass das dopaminerge System die entscheidende Rolle spielt. Neuroleptika blockieren prä- und postsynaptische Dopamin-Rezeptoren. Es besteht eine enge Korrelation zwischen der Dopaminrezeptor-antagonistischen Wirkung und der klinisch relevanten antipsychotischen Wirksamkeit. Dabei wird ein Angriffspunkt im mesolimbischen bzw. mesokortikalen System für die antipsychotische Wirkung angenommen.
Gleichzeitig ist diese Eigenschaft jedoch für teilweise erhebliche Nebenwirkungen mitverantwortlich. So führt die Blockade postsynaptischer D2-Rezeptoren im mesolimbischen bzw. mesokortikalen System zur Besserung psychotischer Symptome, während die Hemmung von D2-Rezeptoren im nigrostriatalen System extrapyramidal-motorische Störungen und die im tubero-infundibulären System endokrin bedingte Nebenwirkungen auslöst. Weitere Effekte der D2-Rezeptor-Blockade sind eine antiemetische Wirkung oder ein Anstieg der Serum-Prolaktin-Konzentration. Durch die Dopamin-Rezeptorblockade wird die Aktivität dopaminerger Neurone über einen neuronalen Feedback-Mechanismus aktiviert, was zu einer Steigerung der Dopaminsynthese führt.
Die antipsychotische Wirkung stellt sich üblicherweise erst im Verlauf von 1-2 (-6) Wochen ein.

Haloperidol ist ein stark wirksames Neuroleptikum aus der Reihe der Butyrophenone. In Tierversuchen konnte gezeigt werden, dass Haloperidol eine Blockade der Dopamin-Rezeptoren hervorruft, und dadurch die Wirkung von Dopamin als Überträgersubstanz verringert. Haloperidol weist eine hohe Affinität zu D2-Rezeptoren auf. Bei chronischer Gabe kann es zu Überempfindlichkeit der Dopaminrezeptoren in bestimmten Regionen kommen (supersensitivity, up-regulation). Weniger ausgeprägt als die Dopaminrezeptor-antagonistische Wirkung ist die Wirkung auf die Serotonin-Rezeptoren und die Alphaadreno-Rezeptoren. Erst in extrem hohen Dosen hat Haloperidol auch eine anticholinerge und eine Antihistamin-Wirkung.
Das klinische Wirkprofil ist charakterisiert durch antipsychotische Wirkungen (Reduktion von Wahn, Halluzinationen, Ich- und Denkstörungen, Dämpfung psychomotorischer und katatoner Erregung, affektiver Gespanntheit sowie manischer Verstimmung und Antriebssteigerung).
Außerdem wirkt Haloperidol sedierend, therapeutisch günstig bei bestimmten hyper- und dyskinetischen Syndromen und hat einen antiemetischen Effekt.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Absolute Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen Haloperidol bzw. Butyrophenone
- Komatöse Zustände

Relative Gegenanzeigen
- akute Intoxikationen durch Alkohol, Opioide, Hypnotika oder zentral dämpfende Psychopharmaka
- Leber- und Niereninsuffizienz
- kardiale Vorschädigung
- prolaktinabhängige Tumore, z.B. Mamma-Tumore
- schwere Hypotonie bzw. orthostatische Dysregulation
- Morbus Parkinson
- endogene Depression
- Erkrankungen des hämatopoetischen Systems
- anamnestisch bekanntes malignes neuroleptisches Syndrom
- hirnorganische Erkrankung und Epilepsie
- Hyperthyreose
- Hypokaliämie
- Bradykardie
- angeborenem langen QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kardialen Störungen (insbesondere Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien)

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
- Übelkeit
- Erbrechen
- Diarrhoe
- Appetitverlust
- Sodbrennen
- Dyspepsie
- passagere Erhöhungen der Leberenzymaktivitäten
- Akkommodationsstörungen
- Mundtrockenheit
- Gefühl der verstopften Nase
- Erhöhung des Augeninnendrucks
- Obstipation
- Miktionsstörungen
- Pigmenteinlagerungen in Cornea und Linse
- allergische Hautreaktionen und Juckreiz
- lokale Irritationen oder entzündliche Infiltrationen an der Injektionsstelle (nach Applikation von Haloperidol-decanoat)
- Leukopenie
- Thrombopenie
- Eosinophilie
- Panzytopenie
- Spätdyskinesien (anhaltende, vielfach irreversible hyperkinetische Syndrome mit abnormalen unwillkürlichen Bewegungen vor allem im Bereich von Kiefer- und Gesichtsmuskulatur, aber auch athetoide und ballistische Bewegungen der Extremitäten)
- Müdigkeit (insbesondere zu Beginn der Behandlung)
- Unruhe
- Erregung
- Benommenheit
- depressive Verstimmung (insbesondere bei Langzeittherapie)
- Lethargie
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- delirante Symptome (insbesondere unter Kombination mit anticholinerg wirkenden Substanzen)
- zerebrale Krampfanfälle
- Regulationsstörungen der Körpertemperatur
- Sprachstörungen
- Gedächtnisstörungen
- Schlafstörungen
- Haarausfall
- Störungen des Atemrhythmus
- Lungenentzündung (Bronchopneumonie)

Sehr häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/10)
- Frühdyskinesien (vor allem in den ersten Tagen und Wochen der Behandlung)
- Parkinson-Syndrom
- Akathisie

Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
- periphere und Gesichts-Ödeme
- Hyponatriämie
- Priapismus
- erektile Dysfunktion

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
- Hypotonie bzw. orthostatische Dysregulation (insbesondere zu Beginn der Behandlung)
- reflektorische Beschleunigung der Herzfrequenz
- Verlängerung des QT-Intervalls im EKG; unter anderem können Torsades de Pointes auftreten. In diesen Fällen ist die Behandlung abzubrechen.

Seltene unerwünschte Wirkungen (> 1/10000)
- lebensbedrohliches malignes neuroleptisches Syndrom (Fieber über 40 Grad Celsius, Muskelstarre, vegetative Entgleisung mit Herzjagen und Bluthochdruck, Bewusstseinstrübung bis zum Koma)
- lebensbedrohlicher paralytischer Ileus
- Agranulozytose

Sehr seltene unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
- Hepatitis (meist cholestatisch)
- Menstruationsstörungen
- Galactorrhoe
- Gynäkomastie
- sexuelle Funktionsstörungen
- Gewichtszunahme
- Störungen des Glucose-Stoffwechsels
- Störungen der ADH-Sekretion (Schwartz-Bartter-Syndrom)
- Bein- und Beckenvenenthrombosen