Abgebildet ist Ibanronsäure,
er liegt in
den Präparaten als Mononatriumsalz vor (Natriumibandronat)
vor. Im klinischen Alltag werden die beiden Ausdrücke Ibanronsäure und Ibandronat jedoch häufig synonym
verwendet.
Das Bisphosphonat Ibandronsäure besitzt
eine hohe Affinität zur Knochenoberfläche und lagert sich an
diese an. Die Substanz hemmt die Osteoklasten und damit deren
Knochenresorption. Dadurch werden die Calciumfreisetzung aus dem
Knochen sowie der Knochenabbau gehemmt.
Wirkungsmechanismus
Allgemeine Informationen zum
Wirkungsmechanismus der Bisphosphonate finden sich hier.
Ibandronsäure gehört zur Gruppe der
Amino-Bisphosphonate, die spezifisch am Knochen wirken. In Dosen, die
deutlich über den pharmakologisch wirksamen Dosen lagen, hatte
Ibandronsäure keinerlei Einfluss auf die Knochen-Mineralisation.
Klinische Studien zeigten, dass die hemmende Wirkung von
Ibandronsäure auf die Tumor-induzierte Osteolyse, und insbesondere
auf die Tumor-induzierte Hypercalcämie, durch eine Abnahme des
Serum-Calciums und der Calcium-Ausscheidung im Urin gekennzeichnet ist.
Die parenterale Anwendung von Ibandronsäure senkt die Spiegel des
Serum-C-Telopeptids der alpha-Kette des Kollagens Typ I innerhalb von
3-7d nach Behandlungsbeginn und führt zu einer Abnahme der
Osteocalcin-Spiegel innerhalb von 3 Monaten.
Die histologische Auswertung von Knochen-Biopsien zeigt nach
länger dauernder Behandlung mit therapeutischer Dosierung Knochen
von normaler Qualität und keinen Mineralisationsdefekt.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeigen (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Absolute Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen Ibandronsäure
- Schwangerschaft
- Stillzeit
- Alter < 18 Jahre
orale/parenterale Behandlung der Osteoporose, zusätzlich:
- Kreatinin-Clearance < 30 ml/min
- Hypocalcämie (Ausgleich vor Behandlungbeginn)
Relative Gegenanzeigen
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber anderen Bisphosphonaten (vorsichtige Anwendung)
- Hypocalcämie u.a. Störungen des Knochen- sowie
Mineral-Stoffwechsels (wirksame Behandlung vor Therapiebeginn mit
Ibandronsäure)
parenterale Behandlung bei malignen Erkrankungen zur Prävention
Skelett-bezogener Ereignisse oder zur Therapie der Hypercalcämie,
zusätzlich:
- schwere Leberinsuffizienz: keine Dosierungsempfehlungen verfügbar
orale Behandlung allgemein, zusätzlich:
- verlängerte ösophageale Passage jeder Genese
Nebenwirkungen
(unerwünschte
Wirkungen)
Es handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
- Osteonekrose (v.a. des Kiefers, meist in Verbindung mit einer
Zahn-Extraktion und/oder einer lokalen Infektion bzw. weiteren
prädisponierenden Faktoren wie z.B. unzureichende Mund-Hygiene
oder Krebs-Erkrankung)
- Bisphosphonate allgemein: bronchospastische Reaktionen bei
vorbestehendem Acetylsalicylsäure-sensitivem Asthma nicht
auszuschließen
Sehr häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/10)
parenterale Anwendung bei Tumor-induzierter Hypercalcämie:
- Fieber
Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
parenterale Anwendung bei Tumor-induzierter Hypercalcämie:
- Knochen-Schmerzen
- Hypocalcämie
parenterale Anwendung zur Prävention Skelett-bezogener Ereignisse bei Brustkrebs und Knochen-Metastasen:
- Infektion
- parathyroide Störung
- Kopfschmerzen, Benommenheit, Geschmacksverfälschung
- Katarakt
- Schenkelblock
- Pharyngitis
- Diarrhoe, Dyspepsie, Erbrechen, Bauchschmerzen, Zahnerkrankung
- Hauterkrankungen, Ekchymosen
- Myalgie, Arthralgie, Gelenk-Erkrankung, Osteoarthritis
- Asthenie, Grippe-ähnliche Erkrankung, peripheres Ödem, übermäßiger Durst
- erhöhte Serum-Spiegel von gamma-GT, Kreatinin
orale Anwendung zur Prävention Skelett-bezogener Ereignisse bei Brustkrebs und Knochen-Metastasen:
- Hypocalcämie
- Dyspepsie, Übelkeit, Brechreiz, Abdominalschmerzen, Ösophagitis
- Asthenie
orale Anwendung zur Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Fraktur-Risiko:
- Dyspepsie, Diarrhoe, (häufig unter 150 mg/Monat, gelegentlich
unter 2,5 mg/d:) gastroösophagealer Reflux, Ösophagitis,
Bauchschmerzen, Übelkeit, Brechreiz, Blähungen
- Müdigkeit, Kopfschmerzen (häufig unter 150 mg/Monat, gelegentlich unter 2,5 mg/d)
- Grippe-ähnliche Erkrankung (meist kurz dauernd und reversibel im
Behandlungsverlauf, leichte bis mäßige Intensität,
mögliche Symptome: Akute Phase Reaktion oder Myalgie, Athralgie,
Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Übelkeit,
Appetitlosigkeit, Knochen-Schmerzen, häufig unter 150 mg/Monat,
gelegentlich unter 2,5 mg/d)
- Arthralgie, Myalgie, Steifheit der Skelett-Muskulatur, Muskel-Krämpfe
- Exanthem
parenterale Anwendung zur Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Fraktur-Risiko:
- Gastritis, Diarrhoe, Bauchschmerzen, Dyspepsie, Übelkeit, Obstipation
- Kopfschmerzen
- Grippe-ähnliche Erkrankung (meist kurz dauernd und reversibel im
Behandlungsverlauf, leichte bis mäßige Intensität,
mögliche Symptome: Akute Phase Reaktion oder Myalgie, Arthralgie,
Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Übelkeit,
Appetitlosigkeit, Knochen-Schmerzen)
- Müdigkeit
- Arthralgie, Myalgie, Rückenschmerzen
- Exanthem
Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
parenterale Anwendung bei Tumor-induzierter Hypercalcämie:
- Myalgie
- Grippe-ähnliche Erkrankung
- Rigor
parenterale Anwendung zur Prävention Skelett-bezogener Ereignisse bei Brustkrebs und Knochen-Metastasen:
- Blasenentzündung, Vaginitis, orale Candidose
- gutartiges Haut-Blastom
- Anämie, Dyskrasie des Blutes
- Hypophosphatämie
- Schlafstörungen, Angst, labiler Gemütszustand
- zerebrovaskuläre Störung, Läsion der Nervenwurzel,
Amnesie, Migräne, Neuralgie, Hypertonie, Hyperästhesie,
zirkumorale Parästhesie, Parosmie
- Taubheit
- Myokard-Ischämie, kardiovaskuläre Störung, Palpitationen
- Lymphödem, Varizen
- Lungenödem, Stridor
- Gastroenteritis, Dysphagie, Gastritis, Mund-Ulkus, Cheilitis
- Cholelithiasis
- Hautausschlag, Haarausfall
- Harnstauung, Nierenzyste
- Beckenschmerzen
- Hypothermie, Gewichtsverlust
- Anstieg der alkalischen Phosphatase im Serum
- Schmerzen an der Injektionsstelle
orale Anwendung zur Prävention Skelett-bezogener Ereignisse bei Brustkrebs und Knochen-Metastasen:
- Anämie
- Parästhesie, Geschmacksverfälschung
- Blutung im Gastrointestinaltrakt, Duodenalulkus, Gastritis, Dysphagie, Abdominalschmerzen, Mundtrockenheit
- Pruritus
- Azotämie (Urämie)
- Brustschmerzen, Grippe-ähnliche Erkrankung, Unwohlsein, Schmerzen
- erhöhter Parathormon-Serum-Spiegel
orale Anwendung zur Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Fraktur-Risiko:
- Gastritis, Ösophagitis mit ösophagealen Ulzerationen oder Verengungen, Erbrechen, Dysphagie
- Schwindel
- Rückenschmerzen
parenterale Anwendung zur Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Fraktur-Risiko:
- Knochen-Schmerzen
- Asthenie
- Schmerzen am Verbreichungsort
- Phlebitis/Thrombophlebitis
Seltene unerwünschte Wirkungen (> 1/10000)
orale Anwendung zur Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Fraktur-Risiko:
- Duodenitis
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Angioödem, Gesichtsödem, Urtikaria
parenterale Anwendung zur Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Fraktur-Risiko:
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Angioödem, Gesichtsschwellung/Ödem, Urtikaria
Sehr seltene unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
parenterale Anwendung bei Tumor-induzierter Hypercalcämie:
- Überempfindlichkeit, angioneurotisches Ödem, Bronchospasmen