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Insulin glulisin

 

Insulin glulisin

Die Primärstruktur von Insulin glulisin ist identisch mit der Primärstruktur von Insulin human (Humaninsulin), mit folgenden Ausnahmen:
  • Lysin statt Asparagin an der Position 3 der B-Kette
  • Glutaminsäure statt Lysin an der Position 29 der B-Kette
Formel bzw. AS-Sequenz von Insulin glulisin

Wirkstoffklasse

  • Antidiabetikum

Fertigpräparate

  • Apidra® 

Wirkung

Insulin glulisin ist ein rekombinantes Humaninsulin-Analogon, das gleich wirksam wie humanes Normalinsulin ist. Studien haben gezeigt, dass bei subkutaner Gabe von Insulin glulisin der Wirkungseintritt schneller erfolgt und die Wirkdauer kürzer ist als bei humanem Normalinsulin.

Wirkungsmechanismus

Allgemeine Informationen zum Wirkmechanismus der Insuline finden sie hier.

Insulin glulisin ist ein rekombinantes Humaninsulin-Analogon, das gleich wirksam wie humanes Normalinsulin ist. Studien mit gesunden Freiwilligen und Patienten mit Diabetes haben gezeigt, dass bei subkutaner Gabe von Insulin glulisin der Wirkungseintritt schneller erfolgt und die Wirkdauer kürzer ist als bei humanem Normalinsulin. Injiziert man Insulin glulisin subkutan, beginnt die blutzuckersenkende Wirkung innerhalb von 10-20 min. Bei einer intravenösen Applikation sind die blutzuckersenkenden Wirkungen von Insulin glulisin und humanem Normalinsulin gleich stark. Eine Einheit Insulin glulisin verfügt über die gleiche blutzuckersenkende Wirkung wie eine Einheit humanes Normalinsulin.
Eine Phase I-Studie bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 bewertete das Glucose-senkende Wirkprofil von Insulin glulisin und humanem Normalinsulin nach subkutaner Gabe einer Dosis von 0,15 E/kg KG zu verschiedenen Zeitpunkten bezogen auf eine 15-minütige Standardmahlzeit. Aus den Daten war ersichtlich, dass bei einer Applikation von Insulin glulisin 2 Minuten vor der Mahlzeit eine vergleichbare postprandiale glykämische Kontrolle erreicht wird wie mit humanem Normalinsulin, das 30 min vor der Mahlzeit gegeben wird. Wurde Insulin glulisin 2 Minuten vor der Mahlzeit gegeben, wurde eine bessere postprandiale Kontrolle als mit humanem Normalinsulin, das 2 Minuten vor der Mahlzeit gegeben wurde, erreicht. Wird Insulin glulisin 15 Minuten nach Beginn der Mahlzeit angewendet, wird eine vergleichbare glykämische Kontrolle wie bei humanem Normalinsulin, das 2 Minuten vor der Mahlzeit gegeben wird erreicht.


Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Absolute Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen Insulin glulisin
- Hypoglykämie

Relative Gegenanzeigen
- Schwangerschaft: Vorsicht geboten


Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen)

Es handelt sich hier um eine vollständige Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Sehr häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/10)
- Hypoglykämie: Gewöhnlich treten die Symptome einer Hypoglykämie plötzlich auf. Dazu können gehören: Kaltschweißigkeit, kühle und blasse Haut, Müdigkeit, Nervosität oder Tremor, Angst, ungewöhnliche Erschöpfung oder Schwäche, Verwirrung, Konzentrationsstörungen, Benommenheit, übermäßiger Hunger, Veränderungen des Sehvermögens, Kopfschmerzen, Übelkeit und Herzklopfen. Eine Hypoglykämie kann einen schweren Verlauf nehmen und zu Bewusstlosigkeit und/oder Krampfanfällen führen. Sie kann eine vorübergehende oder dauerhafte Beeinträchtigung der Gehirnfunktion oder sogar den Tod zur Folge haben.

Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
- Reaktionen an der Injektionsstelle und lokale Überempfindlichkeitsreaktionen: Während der Behandlung mit Insulin kann es zu lokalen Überempfindlichkeitsreaktionen (Rötung, Schwellung und Juckreiz an der Injektionsstelle) kommen. Diese Reaktionen sind in der Regel von vorübergehender Natur und verschwinden normalerweise unter Fortsetzung der Behandlung wieder.

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
- Systemische Überempfindlichkeitsreaktionen: Systemische Überempfindlichkeitsreaktionen können sich durch Symptome wie Urtikaria, Enge in der Brust, Kurzatmigkeit, allergische Dermatitis und Juckreiz äußern. Schwere generalisierte allergische Reaktionen, einschließlich anaphylaktische Reaktionen, können lebensbedrohlich sein.

Seltene unerwünschte Wirkungen (> 1/10000)
- Lipodystrophie: Wird versäumt, die Injektionsstelle innerhalb des Injektionsbereiches kontinuierlich zu wechseln, kann in der Folge eine Lipodystrophie an der Injektionsstelle auftreten.