Itraconazol, ein Triazol-Antimykotikum
mit
fungistatischer und fungizider Wirkung, hat ein sehr breites
Wirkungspektrum. Es wird systemisch zur Behandlung von Mykosen
eingesetzt.
Wirkungsmechanismus
Allgemeine Informationen zum
Wirkmechanismus der Azol-Antimykotika finden sich hier.
Itraconazol ist
nach in vitro-Studien wirksamer als Ketoconazol oder Fluconazol.
Aspergillus fumigatus zeigt in vitro eine erhöhte
Empfindlichkeit
gegenüber Itraconazol in Gegenwart von humanen Leukozyten. Die
klinische Bedeutung dieser Beobachtung ist unklar.
Im Gegensatz zu Ketoconazol beeinflusst Itraconazol humane Cytochrom
P450-abhängige 14α-Desmethylasen (und damit die
Synthese von
Steroiden) nicht.
Mehrfach erhöhte MHK-Werte gegenüber Itraconazol
wurden
bisher nur bei im Labor selektierten Mutanten von Aspergillus fumigatus
beobachtet.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Absolute
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen Itraconazol
- Symptome einer linksventrikulären Dysfunktion wie
dekompensierte
Herzinsuffizienz, auch in der Anamnese (Ausnahme: lebensbedrohliche
oder schwere Infektionen)
- Schwangerschaft (Anwendung nur bei vitaler Indikation)
parenterale Anwendung, zusätzlich:
- Stillzeit
Relative
Gegenanzeigen
Anwendung nur nach sorgfältiger
Nutzen-Risiko-Abwägung:
- eingeschränkte Nierenfunktion
- eingeschränkte Leberfunktion, erhöhte Leber-Enzyme,
aktive
Leber-Erkrankung, Zustand nach Arzneimittel-induzierter hepatotoxischer
Leber-Erkrankung
- Alter < 12 Jahre
mit Vorsicht anzuwenden bei:
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber anderen
Azol-Derivaten (ungeklärtes Risiko einer Kreuzreaktion)
orale Anwendung, zusätzlich:
- Stillzeit
orale Anwendung bei Nagelmykosen, parenterale Anwendung,
zusätzlich:
- Alter < 18 Jahre
parenterale Anwendung allgemein, orale Anwendung bei
oralen/ösophagealen Candidosen, zusätzlich:
- höheres Lebensalter
Nebenwirkungen (unerwünschte
Wirkungen)
Es
handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen
bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Unerwünschte Wirkungen,
ohne Angabe der Häufigkeit
- Fieber, häufiger bei Kindern als bei Erwachsenen
- Schleimhaut-Entzündung, häufiger bei Kindern als
bei Erwachsenen
- vorüber gehende, asymptomatische Reduktion der
linksventrikulären Auswurf-Fraktion
Häufige
unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
- Hautausschlag (häufiger bei Kindern als bei Erwachsenen)