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Itraconazol


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Itraconazol

Formel Itraconazol

Wirkstoffklasse

  • Antimykotikum
  • Azol

Fertigpräparate (Auswahl)

  • Itracol® 
  • Sempera®
  • Siros®

Wirkung

Itraconazol, ein Triazol-Antimykotikum mit fungistatischer und fungizider Wirkung, hat ein sehr breites Wirkungspektrum. Es wird systemisch zur Behandlung von Mykosen eingesetzt.

Wirkungsmechanismus

Allgemeine Informationen zum Wirkmechanismus der Azol-Antimykotika finden sich hier.

Itraconazol ist nach in vitro-Studien wirksamer als Ketoconazol oder Fluconazol. Aspergillus fumigatus zeigt in vitro eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Itraconazol in Gegenwart von humanen Leukozyten. Die klinische Bedeutung dieser Beobachtung ist unklar.
Im Gegensatz zu Ketoconazol beeinflusst Itraconazol humane Cytochrom P450-abhängige 14α-Desmethylasen (und damit die Synthese von Steroiden) nicht.
Mehrfach erhöhte MHK-Werte gegenüber Itraconazol wurden bisher nur bei im Labor selektierten Mutanten von Aspergillus fumigatus beobachtet.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Absolute Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen Itraconazol
- Symptome einer linksventrikulären Dysfunktion wie dekompensierte Herzinsuffizienz, auch in der Anamnese (Ausnahme: lebensbedrohliche oder schwere Infektionen)
- Schwangerschaft (Anwendung nur bei vitaler Indikation)
parenterale Anwendung, zusätzlich:
- Stillzeit

Relative Gegenanzeigen
Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung:
- eingeschränkte Nierenfunktion
- eingeschränkte Leberfunktion, erhöhte Leber-Enzyme, aktive Leber-Erkrankung, Zustand nach Arzneimittel-induzierter hepatotoxischer Leber-Erkrankung
- Alter < 12 Jahre
mit Vorsicht anzuwenden bei:
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber anderen Azol-Derivaten (ungeklärtes Risiko einer Kreuzreaktion)
orale Anwendung, zusätzlich:
- Stillzeit
orale Anwendung bei Nagelmykosen, parenterale Anwendung, zusätzlich:
- Alter < 18 Jahre
parenterale Anwendung allgemein, orale Anwendung bei oralen/ösophagealen Candidosen, zusätzlich:
- höheres Lebensalter

Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen)

Es handelt sich hier um eine vollständige Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
- Fieber, häufiger bei Kindern als bei Erwachsenen
- Schleimhaut-Entzündung, häufiger bei Kindern als bei Erwachsenen
- vorüber gehende, asymptomatische Reduktion der linksventrikulären Auswurf-Fraktion

Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
- Hautausschlag (häufiger bei Kindern als bei Erwachsenen)

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
- Verdauungsstörungen, Dyspepsie, Flatulenz
- abnorme Leberfunktion

Sehr seltene unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
- Leukozytopenie, Neutropenie, Thrombozytopenie
- Serumkrankheit, angioneurotisches Ödem, anaphalyktische, anaphylaktoide und/oder allergische Reaktionen
- Hypertriglyceridämie, Hypokaliämie
- periphere Neuropathie, Parästhesie, Hypästhesie, Kopfschmerzen, Schwindel
- Sehstörungen einschließlich verschwommenes Sehen und Diplopie
- Tinnitus
- dekompensierte Herzinsuffizienz
- Lungenödem
- (häufiger bei Kindern als bei Erwachsenen:) abdominale Schmerzen, Erbrechen, Dyspepsie, Übelkeit, Diarrhoe, Obstipation, Störung des Geschmacksempfindens
- schwere Lebertoxizität (einschließlich einiger letaler Fälle von akutem Leberversagen), Hepatitis, reversibler Anstieg der Leberenzyme
- toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis, leukozytoklastische Vaskulitis, Urtikaria, Haarausfall, Photosensitivität, Pruritus
- Myalgie, Arthralgie
- Pollakisurie, Harninkontinenz
- Menstruationsstörungen
- erektile Dysfunktion
- Ödeme (auch am Applikationsort nach parenteraler Verabreichung)
Langzeitbehandlung mit Tagesdosen von 600 mg:
- schwere Hypokaliämie
- milder Bluthochdruck
- Spannungsgefühl der Brust
- reversible Ausschüttung von Nebennierenrindenhormonen