Wirkstoffklasse
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- Carmen®
- Corifeo®
- Zaneril®
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Wirkung
Lercanidipin ist ein Arzneistoff aus der
Gruppe der Calciumantagonisten des Dihydropyridin-Typs. Als Vertreter
der dritten Generation zeichnet es sich durch eine gegenüber
den
Vertretern der zweiten Generation gesteigerte vaskuläre
Wirkung,
bessere Verträglichkeit und noch zusätzlich durch
verbesserte
pharmakokinetische Eigenschaften aus.
Wirkungsmechanismus
Allgemeine Informationen zum
Wirkmechanismus der Calciumantagonisten finden sich hier.
Lercanidipin ist ein vasoselektiver Calciumantagonist aus der Gruppe
der Dihydropyridine, deren Wirkung auf Hemmung des langsamen
Ca2+-Einstroms durch Bindung an Untereinheiten
spannungsabhängiger
Ca2+-Kanäle des L-Typs beruht.
Durch die hohe Lipophilie lagert sich Lercanidipin in die Zellmembran
ein und wird von dort wieder langsam freigesetzt, so dass es trotz
einer mittleren Eliminationshalbwertszeit zu einer lang anhaltenden
Wirkung von etwa 24 Stunden kommt. Damit gleicht es den
Calciumkanalblockern Amlodipin und Lacidipin. Wegen der hohen
vaskulären Selektivität besitzt Lercanidipin keine
negativ
inotrope Wirkung. Da die Vasodilatation graduell eintritt, sind
Reflex-Tachykardien selten.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Absolute
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen Lercanidipin oder andere
Dihydropyridine
- Schwangerschaft
- Stillzeit
- Frauen im gebärfähigen Alter ohne sichere
Verhütung
- Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstraktes
- unbehandelte kongestive Herzinsuffizienz
- instabile Angina pectoris
- schwere Nierenfunktionsstörungen (glomeruläre
Filtrationsrate <30 ml/min)
- schwere Leberfunktionsstörungen
- innerhalb eines Monats nach einem Myokardinfarkt
Relative
Gegenanzeigen
- Sinusknotensyndrom ohne Einsatz eines Schrittmachers
- linksventrikuläre Funktionsstörung
- Alter <18 Jahre (keine klinischen Erfahrungen)
- leichte bis mittelschwere Nierenfunktionsstörungen
- leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörungen
Nebenwirkungen
(unerwünschte Wirkungen)
Es handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen
bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Gelegentliche
unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
- Kopfschmerzen, Schwindel
- Periphere Ödeme
- Tachykardie, Palpitation
- Flush
Seltene
unerwünschte Wirkungen (> 1/10000)
- Rash
- Myalgie
- Somnolenz
- Übelkeit, Dyspepsie, Diarrhoe, Abdominalschmerzen, Erbrechen
- Angina pectoris
- Polyurie
- Asthenie, Ermüdung
- Dihydropyridine allgemein: Präkordialschmerzen
Sehr seltene
unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
- Gingiva-Hypertrophie
- reversible Erhöhungen der Serumspiegel von
Lebertransaminasen
- Hypotonie
- häufigeres Wasserlassen
- Brustschmerzen
-
Dihydropyridine allgemein: Myokardinfarkt, Zunahme von
Häufigkeit,
Dauer und Schweregrad der Anfälle bei vorbestehender Angina
pectoris