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Levocetirizin
Wirkstoffklasse
Antiallergikum
H1-Antihistaminikum
(2. Generation)
Fertigpräparate
Xusal®
Wirkung
Levocetirizin ist das R-Enantiomer von Cetirizin
und gehört zu den selektiven, peripheren
H1-Rezeptorantagonisten
(H1-Antihistaminika). Es ist zur Behandlung von Krankheitssymptomen bei
allergischen Erkrankungen wie saisonaler allergischer Rhinitis
(einschließlich der damit verbundenen Augensymptomatik),
perennialer allergischer Rhinitis sowie chronischer Urtikaria
indiziert. Häufigste Nebenwirkungen sind
Schläfrigkeit,
Müdigkeit und Abgeschlagenheit.
Wirkungsmechanismus
Allgemeine Informationen zum
Wirkmechanismus der H1-Antihistaminika finden sich hier.
Levocetirizin
ist das R-Enantiomer von Cetirizin und blockiert selektiv periphere
H1-Rezeptoren. Bindungsstudien haben ergeben, dass Levocetirizin eine
hohe Affinität zu humanen H1-Rezeptoren hat (Ki=3,2 nmol/l).
Die
Affinität von Levocetirizin ist damit doppelt so hoch wie die
von
Cetirizin (Ki=6,3 nmol/l). Levocetirizin
dissoziiert von den H1-Rezeptoren mit einer Halbwertszeit von 115+/-38
Minuten und weist damit gegenüber Cetirizin eine erheblich
längere
Bindungsdauer auf. Zudem zeigt Levocetirizin eine 500-fach
höhere
Affinität zu H1-Rezeptoren als zu anderen Rezeptoren, was die
ausgesprochen hohe Selektivität bestätigt.
In pharmakodynamischen Studien bei gesunden Probanden wurde gezeigt,
dass Levocetirizin in nur halber Dosierung von Cetirizin sowohl auf der
Haut als auch in der Nase eine mit Cetirizin vergleichbare Wirkung hat.
In anderen doppelblinden Studien zu Levocetirizin und den
Vergleichssubstanzen Loratadin (10 mg), Fexofenadin (180 mg) und
Mizolastin (10 mg) zeigte sich Levocetirizin
hinsichtlich Wirksamkeit und Wirkdauer als die effektivste Substanz mit
einer Quaddelinhibierung von >95% in einem Zeiraum von 2-12
Stunden.
Nach Einzel- und Mehrfacheinnahmen von Levocetirizin wurden keine
signifikanten Unterschiede zwischen Levocetirizin
und Placebo hinsichtlich kognitiver oder psychometrischer Tests
beobachtet. Die diesbezügliche Wirkung höherer Dosen
ist
dagegen nicht
bekannt.
In EKG-Ableitungen wurden keine relevanten Auswirkungen von
Levocetirizin auf das QT-Intervall beobachtet.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Absolute
Gegenanzeigen
- bekannte Überempfindlichkeit
gegen Levocetirizin oder andere Piperazinderivate
- schwere Niereninsuffizienz mit einer Kreatinin-Clearance unter 10
ml/min
Nebenwirkungen
(unerwünschte
Wirkungen)
Es handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen
bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.