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Lidocain


 

Lidocain

Formel Lidocain

Wirkstoffklasse

  • Lokalanästhetikum
  • Antiarrhythmikum

Fertigpräparate (Auswahl)

  • Xylocain® 
  • Licain®

Wirkung

Lidocain ist ein Lokalanästhetikum vom Typ der Amide, das auch als Klasse Ib-Antiarrhythmikum eingesetzt wird. Lidocain ist indiziert bei ventrikulären Tachykardien und zur lokalen bzw. regionalen Nervenblockade. Die Substanz wirkt nicht vasodilatierend.

Wirkungsmechanismus

Allgemeine Informationen zum Wirkmechanismus der Lokalanästhetika finden sich hier.

Lidocain ist ein Lokalanästhetikum vom Amid-Typ.
Die Substanz hemmt die Funktionen erregbarer Strukturen wie sensorische, motorische und autonome Nervenfasern sowie die Erregungsleitung des Herzens.
Lidocain zählt zu den mittelstark wirksamen Lokalanästhetika und hebt örtlich begrenzt und reversibel das Leitungsvermögen der sensiblen Nervenfasern auf. Nach der Schmerzempfindung wird in dieser fallenden Reihenfolge die Empfindung für Kälte/Wärme, für Berührung und Druck herabgesetzt.
Lidocain zeigt zusätzlich eine schwach entzündungshemmende und antihistaminerge sowie parasympatholytische Wirkung. Im Gegensatz zu den meisten anderen Lokalänasthetika besitzt Lidocain keine Gefäß-erweiternde Wirkung.
Lidocain weist einen pKa-Wert von 7,7-7,8 auf. Bei dem physiologischen pH-Wert von 7,4 liegt die Substanz zu 72 % als protoniertes Molekül vor, was die eigentliche Wirkform darstellt.

Lidocain ist ein Antiarrhythmikum vom lokalanästhetischen Typ.
In der Klassifizierung nach Vaughan-Williams wird die Substanz der Gruppe 1b zugeordnet.
Lidocain verlängert die Depolarisation während der Phase 0 des Aktionspotentials auf der Grundlage der verzögerten transmembranären Na+-Leitfähigkeit. Während der Phase 4 wird der K+-Efflux aus dem Reizleitungssystem erhöht.
Depolarisationsgeschwindigkeit und Impuls-Bildung werden dadurch verzögert.
Erst in höheren Konzentrationen senkt Lidocain (an isolierten Präparationen) Vmax und die Membran-Reaktivität. Die Überleitung von Impulsen von den Purkinje-Fasern auf die Papillarmuskulatur wird verbessert, wodurch Reentry-Mechanismen unterdrückt werden können.

Unter therapeutisch relevanten Plasmaspiegeln dämpft Lidocain konzentrationsabhängig die Antwortbereitschaft der Membran, wodurch die Leitungsgeschwindigkeit verlängert und die effektive Refraktärperiode im His-Purkinje-System verkürzt wird.
Das EKG wird bei therapeutischen Plasma-Spiegeln wenig beeinflusst (keine Verlängerung des QRS-Komplexes und eine geringe Verkürzung der QT-Zeit). Die Kontraktilität des Herzens, das Schlagvolumen und der Blutdruck werden nur nach Gabe höherer Dosen gesenkt.
Die antiarrhythmische Wirkung ist bei Tachyarrhythmien besonders stark ausgeprägt.
Bei gestörter Sinusknoten-Funktion kann die dämpfende Wirkung auf die Erregungsleitung verstärkt werden.
Hyperkaliämie sowie ischämische Schäden in Folge eines Myokardinfarkts verstärken die Lidocain-Wirkung.
Bei frischem Myokardinfarkt kann der koronare Blutfluss zunehmen.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Absolute Gegenanzeigen
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Lidocain oder Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ
parenterale bzw. bronchopulmonale Anwendung bei Tachyarrhythmien, zusätzlich:
- AV-Block II. und III. Grades ohne verfügbaren Herzschrittmacher
- innerhalb der ersten 3 Monate nach Myokardinfarkt, außer bei lebensbedrohenden ventrikulären Herzrhythmusstörungen
- eingeschränkte Herzleistung (linksventrikuläres Auswurfvolumen < 35 %), außer bei lebensbedrohenden ventrikulären Herzrhythmusstörungen
- Lösungen mit Konzentrationen > 1 %: Geburtshilfe
intraorale/externe/nasale Anwendung zur Anästhesie (10-15 %ige Lösung von Lidocain) bzw. intraorale/externe/nasale/bronchopulmonale Anwendung zur Anästhesie (4 %ige Lösung von Lidocain hydrochlorid) bzw. urogenitale/bronchopulmonale Oberflächenanästhesie (2 %iges Gel von Lidocain hydrochlorid), zusätzlich:
- erhebliche Störungen des Reizbildungs- und Leitungssystems
- dekompensierte Herzinsuffizienz
- kardiogener Schock
- hypovolämischer Schock
intraorale Anwendung bei Halsschmerzen (8 mg/Einzeldosis), zusätzlich:
- Alter < 12 Jahre
externe Anwendung von TTS (5 % Lidocain) bei Post-Zoster-Neuralgie, zusätzlich:
- Alter < 18 Jahre (unzureichende Erfahrungen)
- Anwendung auf entzündeten bzw. verletzten Hautflächen wie Herpes zoster-Läsionen, bei atopischer Dermatitis, auf Wunden, auf Schleimhäuten
parenterale (invasive, i.v.) Anwendung zur lokalen/regionalen Anästhesie, zusätzlich:
- schwere Störungen des Herz-Reizleitungssystems
- akut dekompensierte Herzinsuffizienz
- kardiogener Schock
- hypovolämischer Schock
- Lösungen mit 2 % Lidocain hydochlorid 1 H2O: Geburtshilfe
- Lösungen mit 0,5/1 % Lidocain hydochlorid 1 H2O: Geburtshilfe, bei drohender oder bereits bestehender Blutung
Spinal-, Periduralnästhesie, zusätzlich:
- nicht korrigierter Mangel an Blutvolumen (Korrektur vor Behandlungsbeginn)
- erhebliche Störungen der Blutgerinnung
- erhöhter Hirndruck

Relative Gegenanzeigen
parenterale bzw. bronchopulmonale Anwendung bei Tachyarrhythmien:
- Syndrom des kranken Sinusknotens (Anwendung unter besonderer Vorsicht)
- nicht behandelter AV-Block I. Grades mit assoziiertem Schenkelblock
- dekompensierte Herzinsuffizienz oder hinterer Septum-Infarkt mit Disposition zum AV-Block
- Bradykardie (< 50/min)
- nicht-rhythmogene Hypotonie (< 90 mm Hg systolisch)
- Hypokaliämie (Korrektur vor Behandlungsbeginn)
- bekannte genetische Disposition zu maligner Hyperthermie
- Schwangerschaft
- Nierenerkrankungen
- Lebererkrankungen
- Stillzeit (Anwendung mit Vorsicht)
- höheres Lebensalter (erhöhte Inzidenz an Nebenwirkungen)
- Alter < 18 Jahre, insbesondere Neugeborene (keine ausreichenden Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit, bei Neugeborenen Gefahr der Methämoglobinämie)
- Porphyrie (vorsichtige Anwendung)
intraorale/externe/nasale Anwendung zur Anästhesie (10-15 %ige Lösung von Lidocain) bzw. intraorale/externe/nasale/bronchopulmonale Anwendung zur Anästhesie (4 %ige Lösung von Lidocain hydrochlorid):
- kardiovaskuläre Erkrankungen (v. a. bei hohen Dosen besondere Beobachtung erforderlich)
- höheres Lebensalter (v. a. bei hohen Dosen besondere Beobachtung erforderlich)
- schlechter Allgemeinzustand (v. a. bei hohen Dosen besondere Beobachtung erforderlich)
- fortgeschrittene Lebererkrankung (v. a. bei hohen Dosen besondere Beobachtung erforderlich)
- stark verminderte Nierenfunktion (v. a. bei hohen Dosen besondere Beobachtung erforderlich)
- (akute) Porphyrie (Anwendung nur bei zwingender Indikation unter Anwendung von Vorsichtsmaßnahmen)
- Schwangerschaft
- Alter < 3 Jahre (niedriger konzentrierte Lösungen empfohlen)
intraorale/externe/nasale Anwendung zur Anästhesie (10-15 %ige Lösung von Lidocain), zusätzlich:
- Myasthenia gravis (v. a. bei hohen Dosen besondere Beobachtung erforderlich)
- Anwendung auf Wundflächen bzw. verletzten oder entzündeten Haut- oder Schleimhaut-Arealen (Anwendung mit besonderer Vorsicht)
intraorale/externe Anwendung im/am Mund (2 %iges Gel von Lidocain hydrochlorid):
- schwere Störungen des Reizbildungs- und Reizleitungssystems (Anwendung mit besonderer Vorsicht)
- akute dekompensierte Herzinsuffizienz (Anwendung mit besonderer Vorsicht)
- schwere Nierenerkrankungen (Anwendung mit besonderer Vorsicht)
- schwere Lebererkrankungen (Anwendung mit besonderer Vorsicht)
- Schwangerschaft (strenge Indikationsstellung)
- Stillzeit (strenge Indikationsstellung)
intraorale Anwendung bei Halsschmerzen (8 mg/Einzeldosis):
- Alter 12-17 Jahre (ungenügende Informtionen über Wirksamkeit und Verträglichkeit)
- Schwangerschaft (strenge Indikationsstellung)
externe (kutane) Anwendung von 5 %igen Zubereitungen des Hydrochlorids:
- 1. Trimenon der Schwangerschaft (Anwendung möglichst nur auf Anweisung des Arztes)
urogenitale/bronchopulmonale/intraorale/perorale Oberflächenanästhesie (2 %iges Gel bzw. 2 %ige viskose Lösung von Lidocain hydrochlorid):
- kardiovaskuläre Erkrankungen, partieller oder kompletter Herzblock (v. a. bei hohen Dosen besondere Beobachtung erforderlich)
- höheres Lebensalter (v. a. bei hohen Dosen besondere Beobachtung erforderlich)
- schlechter Allgemeinzustand (v. a. bei hohen Dosen besondere Beobachtung erforderlich)
- fortgeschrittene Lebererkrankung (v. a. bei hohen Dosen besondere Beobachtung erforderlich)
- stark verminderte Nierenfunktion (v. a. bei hohen Dosen besondere Beobachtung erforderlich)
- (akute) Porphyrie (Anwendung nur bei zwingender Indikation unter Anwendung von Vorsichtsmaßnahmen)
- Schwangerschaft
- Anwendung auf Wundflächen bzw. verletzten Schleimhaut-Arealen (Anwendung mit besonderer Vorsicht)
urogenitale Oberflächenanästhesie (2 %iges Gel von Lidocain hydrochlorid), zusätzlich:
- bulbocavernöse Verbindung des Beckenbodens (strengste Indikationsstellung, da Verletzung der Schleimhaut mit der Gefahr systemischer Applikation möglich)
rektale Anwendung:
- längerfristige Anwendung im Rahmen des anorektalen Symptomenkomplexes (kein aureichender Beleg für Wirksamkeit und Unbedenklichkeit)
- Pilz-Befall im Anwendungsgebiet (zusätzliche lokale Anwendung eines Antimykotikums)
- Schwangerschaft (strenge Indikationsstellung)
externe Anwendung von TTS (5 % Lidocain) bei Post-Zoster-Neuralgie:
- schwere Herzinsuffizienz (vorsichtige Anwendung)
- Störungen der Nierenfunktion (vorsichtige Anwendung)
- Störungen der Leberfunktion (vorsichtige Anwendung)
- Schwangerschaft (strenge Indikationsstellung)
parenterale (invasive, i.v.) Anwendung zur lokalen/regionalen Anästhesie:
- reduzierter Allgemeinzustand
- Schwangerschaft
- Niereninsuffizienz
- Leberinsuffizienz
- Karzinom-Erkrankungen
- Zustände mit veränderter Plasmaproteinbindung
- zerebrales Anfallsleiden (Risiko einer gesteigerten Krampfbereitschaft)
- Melkersson-Rosenthal Syndrom (erhöhtes Risiko allergischer und toxischer Reaktionen des Nervensystems)
- Herzinsuffizienz (Anwendung unter erhöhter Vorsicht)
- klinisch relevante Störungen der kardialen Erregungsbildung und Erregungsausbreitung (Anwendung unter erhöhter Vorsicht)
- höheres Lebensalter
- Myasthenia gravis
- Injektion in ein entzündetes (infiziertes) Gebiet

Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen)

Es handelt sich hier um eine vollstänals Kombinationstherapie in der Helicobacter pylori-Eradikationdige Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
parenterale bzw. bronchopulmonale Anwendung bei Tachyarrhythmien:
- maligne Hyperthermie
- abhängig von der Injektions-/Infusionsgeschwindigkeit: AV-Blockierungen, Asystolie, Erhöhung der Defibrillationsschwelle bei Herz-Kreislauf-Stillstand
- nach längerer Infusion: lokale Thrombophlebitiden
intraorale/externe/nasale Anwendung zur Anästhesie (10-15 %ige Lösung von Lidocain) bzw. intraorale/externe/nasale/bronchopulmonale Anwendung zur Anästhesie (4 %ige Lösung von Lidocain hydrochlorid) bzw. urogenitale/bronchopulmonale Oberflächenanästhesie (2 %iges Gel von Lidocain hydrochlorid):
- lokale Reizungen am Applikationsort
- bei Metabolisierungs- bzw. Eliminationsstörungen, Anwendung auf Wunden oder im Bronchialtrakt: zentralnervöse und/oder kardiovaskuläre Symptome
intraorale/externe Anwendung im/am Mund (2 %iges Gel von Lidocain hydrochlorid):
- Anwendung auf stark traumatisierter Mukosa: systemische Wirkungen nicht auszuschließen
bronchopulmonale Oberflächenanästhesie (2 %iges Gel von Lidocain hydrochlorid) zur Intubation:
- Halsschmerzen
intraorale/perorale Anwendung zur Oberflächenanästhesie (2 %ige viskose Lösung des Hydrochlorids):
- Anwendung auf Wunden oder im Bronchialtrakt: zentralnervöse und/oder kardiovaskuläre Symptome
- Alter < 3 Jahre: schwere systemische unerwünschte Wirkungen
parenterale (invasive, i.v.) Anwendung zur lokalen/regionalen Anästhesie:
- maligne Hyperthermie
- v. a. bei Anwendung als Epiduralanästhesie bei älteren Patienten: plötzliche arterielle Hypotension

Sehr häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/10)
rektale Anwendung:
- Jucken, Brennen im Analbereich (ggf. Ausdruck einer Überempfindlichkeitsreaktion/Kontaktallergie)
externe (kutane) Anwendung von TTS (5 % Lidocain) bei Post-Zoster-Neuralgie:
- Reaktionen an der Applikationsstelle

Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
parenterale bzw. bronchopulmonale Anwendung bei Tachyarrhythmien (Inzidenz ansteigend im höheren Lebensalter):
- leichte Ausprägung: Schläfrigkeit, Schwindel
- Appetitlosigkeit, Übelkeit, Brechreiz, Erbrechen
parenterale (invasive, i.v.) Anwendung zur Spinalanästhesie:
- vorüber gehende Schmerzen in den unteren Extremitäten und im unteren Rückenbereich (bis zu 5 d nach der Applikation, spontanes Abklingen)
- leichter Blutdruckanstieg in Folge positiv inotroper und positiv chronotroper Effekte

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
parenterale bzw. bronchopulmonale Anwendung bei Tachyarrhythmien sowie parenterale (invasive, i.v.) Anwendung zur lokalen/regionalen Anästhesie:
- allergische Reaktionen in Form von Urtikaria, Ödem, Bronchospasmus, Atemnotsyndrom, Kreislaufreaktionen
intraorale/externe/nasale Anwendung zur Anästhesie (10-15 %ige Lösung von Lidocain) bzw. intraorale/externe/nasale/bronchopulmonale Anwendung zur Anästhesie (4 %ige Lösung von Lidocain hydrochlorid) bzw. urogenitale/bronchopulmonale Oberflächenanästhesie (2 %iges Gel von Lidocain hydrochlorid):
- vorüber gehende Ödeme im Rachen- und Kehlkopf-Bereich
externe (kutane) Anwendung von TTS (5 % Lidocain) bei Post-Zoster-Neuralgie:
- Hautverletzungen, -läsionen

Seltene unerwünschte Wirkungen (> 1/10000)
parenterale bzw. bronchopulmonale Anwendung bei Tachyarrhythmien (Inzidenz ansteigend im höheren Lebensalter):
- Benommenheit, anhaltendes Schwindelgefühl, Desorientiertheit, Seh-, Sprach-, Schluckstörungen, Tinnitus, Tremor, Hitzewallungen, Kältegefühl, Parästhesien, Unruhe, Reizbarkeit, Euphorie, Halluzinationen, depressive Verstimmungen
- Muskelzuckungen bis hin zu generalisierten Krämpfen, Bewusstseinsstörungen bis zum Koma, Atemdepression bis zum Atemstillstand
- Blutdruckabfall, Bradykardie, Tachyarrhythmie, Schock, proarrhythmische Wirkungen in Form von Veränderungen oder Verstärkung der Herzrhythmusstörungen (mit konsekutiver starker Beeinträchtigung der Herztätigkeit, ggf. bis hin zum Herzstillstand)
intraorale Anwendung zur Mundschleimhaut-Anästhesie (10-15 %ige Lösung von Lidocain) bzw. intraorale/externe/nasale/bronchopulmonale Anwendung zur Anästhesie (4 %ige Lösung von Lidocain hydrochlorid) bzw. urogenitale/bronchopulmonale Oberflächenanästhesie (2 %iges Gel von Lidocain hydrochlorid) bzw. intraorale/perorale Anwendung zur Oberflächenanästhesie (2 %ige viskose Lösung des Hydrochlorids):
- allergische Reaktionen (bis zum anaphylaktischen Schock)
intraorale Anwendung bei Halsschmerzen (8 mg/Einzeldosis):
- passager: veränderte Geschmackswahrnehmung, Taubheit der Zunge
parenterale (invasive, i.v.) Anwendung zur lokalen/regionalen Anästhesie:
- Neuropathie, Verletzung peripherer Nerven
- zentrale Nervenblockaden, v. a. Spinalanästhesie: neurologische Komplikationen wie anhaltende Parästhesien, Lähmungen der unteren Extremitäten, Inkontinenz (Cauda equina-Syndrom)

Sehr seltene unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
parenterale bzw. bronchopulmonale Anwendung bei Tachyarrhythmien:
- Anaphylaxie
- neonatale Methämoglobinämie
intraorale Anwendung zur Mundschleimhaut-Anästhesie (10-15 %ige Lösung von Lidocain) bzw. intraorale/externe/nasale/bronchopulmonale Anwendung zur Anästhesie (4 %ige Lösung von Lidocain hydrochlorid) bzw. urogenitale/bronchopulmonale Oberflächenanästhesie (2 %iges Gel von Lidocain hydrochlorid):
- Heiserkeit in Folge vorüber gehender Ödeme im Rachen- und Kehlkopf-Bereich
intraorale/externe Anwendung im/am Mund (2 %iges Gel von Lidocain hydrochlorid):
- lokale allergische und nicht-allergische Reaktionen (wie z. B. Brennen, Schwellungen, Rötungen, Jucken, Urtikaria, Kontaktdermatitis, Exantheme, Schmerzen)
- Geschmacksveränderungen, Gefühllosigkeit
- anaphylaktische Reaktionen, Schock-Reaktionen mit begleitender Symptomatik
- v. a. bei Anwendung auf stark traumatisierter Mukosa: systemische Wirkungen nicht auszuschließen (Blässe, Blutdruckabfall, Bradykardie, Herzstillstand, Unruhe, Angst, Schwindel, Benommenheit, Zittern, tonisch-klonische Krämpfe, Bewusstlosigkeit, Koma, Atemlähmung)
intraorale Anwendung bei Halsschmerzen (8 mg/Einzeldosis):
- Überempfindlichkeitsreaktionen oder Sensibilisierungen im Mundbereich
externe (kutane) Anwendung von 5 %igen Zubereitungen:
- Überempfindlichkeitsreaktionen
externe (kutane) Anwendung von TTS (5 % Lidocain) bei Post-Zoster-Neuralgie:
- anaphylaktische Reaktionen, Hypersensitivität