Wirkstoffklasse
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- Adalat®
- Nifecor®
- Nif-Ten®
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Wirkung
Nifedipin,
ein Calciumkanal-Blocker, hemmt den transmembranären
Calciuminflux. In
Folge dessen kommt es am Herzen zu einem verminderten Sauerstoffbedarf
und zu einer Vasodilatation der Gefäße. Nifedipin
ist
indiziert bei koronarer Herzkrankheit, Hypertonie
einschließlich
hypertensiver Krise und Raynaud Syndrom.
Wirkungsmechanismus
Allgemeine Informationen zum
Wirkmechanismus der Calciumantagonisten finden sich hier.
Nifedipin
wirkt v.a. an der glatten Muskulatur der Koronararterien und an den
peripheren Widerstandsgefäßen. Dieser Effekt hat
eine Vasodilatation
zur Folge. In therapeutischen Dosen hat Nifedipin praktisch keine
direkte Wirkung auf das Myokard.
Beim Menschen verursacht Nifedipin
durch die Verringerung des Muskeltonus der großen
Koronararterien eine
Verbesserung von deren Durchblutung. Der totale periphere Widerstand
nimmt ab (Senkung der Nachlast).
Zu Beginn der Behandlung mit dem
Calciumantagonisten kann es reflektorisch zu einer Zunahme der
Herzfrequenz und des Herzminutenvolumens kommen. Diese Zunahme ist
jedoch nicht ausgeprägt genug, um die Vasodilatation zu
kompensieren.
Daher sinkt der Blutdruck. Bei Langzeitbehandlung mit Nifedipin
kehrt das zu Beginn der Behandlung erhöhte Herzminutenvolumen
wieder
auf den Ausgangswert zurück. Eine besonders deutliche
Blutdruckabnahme
nach Nifedipin ist beim Hypertoniker zu beobachten.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Absolute
Gegenanzeigen
- Herz-Kreislauf-Schock
- höhergradige Aortenstenose
- akuter Myokardinfarkt (innerhalb der ersten 4 Wochen)
- instabile Angina pectoris
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Nifedipin
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Relative
Gegenanzeigen
-
Dialysepflicht bei gleichzeitiger maligner Hypertonie und
Hypovolämie
(Gefahr des massiven Blutdruckabfalls durch Vasodilatation)
- schwere Hypotonie (systolisch <90 mmHg)
- dekompensierte Herzinsuffizienz
Nebenwirkungen (unerwünschte
Wirkungen)
Es
handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen
bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Sehr
häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/10)
- periphere Ödeme
(auf Grund der Vasodilatation, v.a. zu Beginn der Behandlung, teilweise
passager)
orale Behandlung zusätzlich:
- Kopfschmerzen (v.a. zu Beginn der Behandlung)
Häufige
unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
- Schwindel, Benommenheit,
Schwächegefühl
- Palpitationen
- Flush, Erythem, Erythromelalgie (v.a. zu Behandlungbeginn)
- Übelkeit
parenterale Behandlung zusätzlich:
- Kopfschmerzen
Gelegentliche
unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
- Nervosität,
Schlafstörungen oder Schläfrigkeit,
Parästhesien, Hypästhesien, Tremor
- geringfügige, vorüber gehende Änderung der
optischen Wahrnehmung
-
Tachykardie, Synkopen, hypotone Kreislauf-Reaktion, v.a. zu
Behandlungbeginn Auftreten oder Zunahme von Frequenz, Dauer und
Schweregrad von Angina pectoris-Anfällen
- Dyspnoe
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Pruritus,
Exanthem, Angioödem, Gesichtsödem, Schwitzen
-
vermehrter Harndrang, vermehrte tägliche Urin-Ausscheidung,
bei
vorbestehender Niereninsuffizienz: passagere Verschlechterung der
Nierenfunktion
- Leberfunktionsstörungen (intrahepatische Cholestase,
Anstiege der Transaminasen)
- Magen-Darm-Störungen wie Dyspepsie, Diarrhoe,
Bauchschmerzen, Obstipation, Blähungen, Erbrechen,
Mundtrockenheit
- Myalgien, Arthralgien, Muskel-Krämpfe
- Müdigkeit, Unwohlsein
orale Behandlung:
- Erregungszustände
Seltene
unerwünschte Wirkungen (> 1/10000)
-
Blutbild-Veränderungen wie Anämie, Leukopenie,
Thrombopenie, thrombozytopenische Purpura
- Hyperglykämie
- Schwachsichtigkeit
-
Urtikaria, Photodermatitis, Purpura, unter längerer Behandlung
Zahnfleisch-Veränderungen (z.B. beim Absetzen reversible
Gingiva-Hyperplasie)
- Ikterus
- Völlegefühl, Aufstoßen, Anorexie
- nach Absetzen reversible Gynäkomastie, v.a. bei
älteren Patienten
-
nach Absetzen reversible allergische Allgemeinreaktionen wie z.B.
Fieber, Kehlkopfödem, Bronchokonstriktion bis zu
lebensbedrohlicher
Dyspnoe
Sehr seltene
unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
- Agranulozytose
- Myokardinfarkt
- exfoliative Dermatitis