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Paracetamol

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Paracetamol (Syn. Acetaminophen)

Formel Paracetamol

Wirkstoffklasse

  • Nichtopioides Analgetikum
  • Antipyretikum

Fertigpräparate

  • Ben-u-ron®
  • Perfalgan®
  • Grippex®

Wirkung

Paracetamol, in Nordamerika besser bekannt als Acetaminophen, wird als schmerzstillender und fiebersenkender Arzneistoff eingesetzt. Paracetamol ist Bestandteil verschiedener Medikamente zur Behandlung von Erkältungen, sowie vieler Schmerzmittel und teils auch von Kombinationspräparaten. Die Bezeichnung Paracetamol leitet sich von den chemischen Namen Para-(Acetylamino)phenol beziehungsweise para-Acetylaminophenol ab.

Wirkungsmechanismus

Paracetamol wirkt analgetisch, antipyretisch und sehr schwach antiphlogistisch.
Der Wirkmechanismus ist nicht eindeutig geklärt. Nachgewiesen ist eine ausgeprägte Hemmung der zerebralen sowie eine schwache Hemmung der peripheren Prostaglandin-Synthese. Der Effekt endogener Pyrogene auf das hypothalamische Temperatur-Regulationszentrum wird unter Paracetamol abgeschwächt.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Absolute Gegenanzeigen
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Paracetamol
- schwere hepatozelluläre Insuffizienz (Child-Pugh >9)

Relative Gegenanzeigen
besondere Vorsicht bei:
oral/rektal:
Vorsichtige Anwendung bei:
- hepatozellulärer Insuffizienz (Child-Pugh <9)
- chronischem Alkohol-Missbrauch
- schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <10 ml/min)
- Gilbert Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
- Schwangerschaft
parenteral:
Vorsichtige Anwendung bei:
- Hepatozelluläre Insuffizienz
- schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <= 30 ml/min)
- chronischem Alkoholismus
- chronischer Mangelernährung (geringe Reserven an hepatischem Gluthation)
- Dehydratation
strenge Nutzen/Risiko-Abwägung:
- Schwangerschaft

Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen)

Es handelt sich hier um eine vollständige Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Seltene unerwünschte Wirkungen (> 1/10000)
Anstieg der Lebertransaminasen
zusätzlich parenteral:
Unwohlsein
Hypotonie


Sehr seltene unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
- Überempfindlichkeitsreaktionen von einfacher Hautrötung bis hin zu Urtikaria und anaphylaktischem Schock
- Thrombozytopenie
zusätzlich bei oral/rektaler Anwendung:
- Agranulozytose
- bei prädisponierten Personen Bronchospasmus (Analgetika-Asthma)
zusätzlich bei parenteraler Anwendung:
- Leukopenie, Neutropenie