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Repaglinid ist ein orales Antidiabetikum
zur
Behandlung des Typ-2-Diabetes. Es ermöglicht eine Regulation
des
Blutzucker-Spiegels in Abhängigkeit von den Mahlzeiten. Da es
schnell wirkt und eine kurze Halbwertszeit besitzt, kann es vor jeder
Hauptmahlzeit eingenommen werden und senkt dann den postprandialen
Blutzucker-Spiegel.
Wirkungsmechanismus
Das kurzwirksame orale Antidiabetikum
Repaglinid senkt akut den Blutzuckerspiegel durch Stimulierung der
Insulin-Freisetzung aus der Bauchspeicheldrüse. Dieser Effekt
setzt funktionierende Beta-Zellen in den Langerhans-Inseln voraus.
Repaglinid schließt die ATP-abhängigen
Kalium-Kanäle
der Beta-Zell-Membran über ein Zielprotein, das sich von dem
anderer oraler Antidiabetika unterscheidet. Dies führt zu
einer
Depolarisation der Beta-Zellen und damit zu einer Öffnung der
Calcium-Kanäle. Der hieraus resultierende erhöhte
Calcium-Einstrom induziert die Insulin-Sekretion aus der Beta-Zelle. Im
Gegensatz zu den Sulfonyl-Harnstoffen hemmt Repaglinid die
Proteinsynthese und damit auch die Insulin-Produktion der Beta-Zelle
nicht. Es wirkt ausschließlich über seinen Rezeptor
und
verursacht keine unspezifische direkte Insulin-Freisetzung in
Abwesenheit von Glucose.
Nach Gaben von Dosen zwischen 0,5 mg und 4 mg Repaglinid wurde bei
Typ-2-Diabetikern eine dosisabhängige Blutzuckersenkung
nachgewiesen.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Absolute
Gegenanzeigen
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Repaglinid;
- Typ-1-Diabetes mellitus (insulin-abhängiger Diabetes
mellitus, IDDM), C-Peptid negativ;
- Diabetische Ketoazidose mit oder ohne Koma;
- Schwangerschaft und Stillzeit;
- Kinder unter 12 Jahren;
- schwere Leberfunktionsstörungen;
Relative Gegenanzeigen
- Patienten über 75 Jahre, da keine klinischen Studien
vorliegen;
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion;
- Jugendliche.
Nebenwirkungen (unerwünschte
Wirkungen)
Es
handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen
bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
Allergische Reaktionen: Während der Behandlung können
Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Jucken, Ausschlag
und
Urtikaria auftreten.
[Kreuzreaktionen mit Sulfonylharnstoffen sind aufgrund der
unterschiedlichen chemischen Struktur der beiden Substanzen nicht zu
vermuten.]