Leuchten von Domus online kaufen. Hochwertige Qualität bei der Landhausdiele.
Ritonavir
Wirkstoffklasse
Virustatikum
Protease-Inhibitor
Fertigpräparate
Kaletra®
Norvir®
Wirkung
Ritonavir ist ein kompetitiver
HIV-Protease-Inhibitor. Die HIV-Protease ist eines der retroviralen
Schlüsselenzyme und dafür zuständig, das von der
befallenen Wirtszelle produzierte Vorläuferprotein in funktionelle
Virusproteine zu spalten. Aufgrund der stoffwechselbedingten,
inhibitorischen Eigenschaften von CYP3A kann Ritonavir die
Pharmakokinetik anderer Proteaseinhibitoren verbessern.
Wirkungsmechanismus
Die HIV-Protease ist, neben
der Reversen Transkriptase, eines von vier Schlüsselenzymen, die
für die Replikation des humanen Immundefizienz-Virus essentiell
sind und damit potentielle Ziele für HIV-Antiinfektiva darstellen.
In infizierten Zellen spaltet die HIV-Protease virale Vorstufenproteine
an spezifischen Stellen. Dies ist ein entscheidender Schritt bei der
Entstehung voll ausgebildeter infektiöser Viruspartikel. Die
Hemmung des Enzyms führt zur Kumulation unreifer,
nichtinfektiöser Virus-Vorstufen. Menschliche Proteasen werden
dagegen kaum blockiert. Anders als Nucleosid-Analoga wirken
HIV-Protease-Inhibitoren unmittelbar auf das virale Zielenzym und
müssen nicht in einem Stoffwechselschritt aktiviert werden.
Dadurch wird ihre potentielle Wirkung auch auf Zellen ausgeweitet, die
sich in der Ruhephase befinden.
Wie mit den Hemmstoffen der Reversen Transkriptase sind auch bei der
Therapie mit Protease-Inhibitoren Resistenzen aufgetreten. Zwischen den
einzelnen Protease-Hemmern bestehen nur partiell Kreuzresistenzen. Mit
Reverse-Transkriptasehemmern sind aufgrund der unterschiedlichen
Zielenzyme Kreuzresistenzen nicht zu erwarten. Von der Kombination
geeigneter Protease-Hemmer untereinander sowie mit
Reverse-Transkriptasehemmern wird daher eine Verzögerung der
Resistenzentwicklung erwartet. Außerdem wurden synergistische und
additive Effekte bei vielen Kombinationen beobachtet.
Klinisch angewendete Vertreter dieser Stoffgruppe sind Darunavir, Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir und Saquinavir.
Ritonavir als antiviraler Arzneistoff:
Ritonavir ist ein oral wirkender, peptidomimetischer Hemmer der HIV-1-
und HIV-2-Aspartylproteasen. Durch die Hemmung der HIV-Protease ist das
Enzym nicht mehr zur Verarbeitung des gag-pol-Polyproteins in der Lage.
Dies führt zur Bildung von HIV-Partikeln mit unreifer Morphologie,
die nicht in der Lage sind, einen neuen Infektionskreislauf in Gang zu
setzen. Ritonavir hat eine selektive Affinität für die
HIV-Protease und nur eine geringfügige Hemmwirkung gegen
menschliche Aspartylproteasen.
Auch AZT-resistente Stämme werden erfasst. Darüber hinaus
sind in vitro additive oder synergistische antivirale Effekte
beschrieben, wenn Ritonavir z.B. mit Zidovudin oder Didanosin
kombiniert wird. Ritonavir zur Verbesserung der Pharmakokinetik:
Aufgrund der stoffwechselbedingten, inhibitorischen Eigenschaften, wird
Ritonavir im klinischen Alltag bevorzugt zur Verbesserung der
Pharmakokinetik anderer Proteaseinhibitoren eingesetzt. Die
Verbesserung der Pharmakokinetik durch Ritonavir basiert auf der
Aktivität dieses Wirkstoffs als Inhibitor des CYP3A-vermittelten
Stoffwechsels. Das Ausmaß der Verbesserung wird durch den
Stoffwechsel der gleichzeitig verabreichten Proteaseinhibitoren
bedingt, sowie dem Einfluss der gleichzeitig verabreichten
Proteaseinhibitoren auf den Ritonavir-Stoffwechsel. Eine maximale
Inhibition des Stoffwechsels der gleichzeitig verabreichten
Proteaseinhibitoren wird im Allgemeinen mit einer Ritonavir-Dosierung
von 100 mg bis 200 mg 2-mal täglich erreicht in Abhängigkeit
der Proteaseinhibitoren, die gleichzeitig verabreicht werden.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Absolute Gegenanzeigen - Überempfindlichkeit gegen Ritonavir
- dekompensierte Lebererkrankung: Ritonavir darf nicht zur Verbesserung
der Pharmakokinetik oder als antiretroviraler Arzneistoff verordnet
werden.
Relative Gegenanzeigen - Stillzeit
- Schwangerschaft
- PR-Intervall-Verlängerung: Bei einigen gesunden erwachsenen
Probanden zeigte sich unter Ritonavir eine mäßige
asymptomatische Verlängerung des PR-Intervalls. Selten wurde bei
Patienten, die Ritonavir einnehmen und bei denen eine strukturelle
Herzerkrankung und eine vorbestehende Anomalie des Reizleitungssystems
zugrunde liegen, oder bei Patienten, die Arzneistoffe einnehmen, die
bekanntermaßen das PR-Intervall verlängern (wie z.B. Verapamil
oder Atazanavir), über einen AV-Block II. bis III. Grades
berichtet. Bei solchen Patienten sollte Ritonavir mit Vorsicht
angewandt werden
Nebenwirkungen (unerwünschte
Wirkungen)
Es
handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen
bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
- Pankreatitis wurde bei Patienten, die eine Ritonavir-Therapie
erhalten, einschließlich jenen mit Hypertriglyceridämie,
beobachtet; in einigen Fällen mit letalem Ausgang. Bei Patienten
mit fortgeschrittener HIV-Erkrankung scheint ein Risiko für
erhöhte Triglyceride und Pankreatitis zu bestehen.
- Fälle von Osteonekrose wurden berichtet, insbesondere bei
Patienten mit allgemein bekannten Risikofaktoren, fortgeschrittener
HIV-Erkrankung oder Langzeitanwendung einer antiretroviralen
Kombinationstherapie (ART).
- Nebenwirkungen mit der Häufigkeitsangabe "unbekannt" wurden aus Anwendungsbeobachtungen identifiziert.
Nebenwirkungen in Anwendungsbeobachtungen bei Erwachsenen:
-- Thrombozyten erniedrigt
-- Hypertriglyceridämie, Hypercholesterolämie, Hyperurikämie
-- Anfall, Synkope
-- Orthostatische Hypotension
-- Akutes Nierenversagen
-- Menorrhagie
Sehr häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/10)
Nebenwirkungen in klinischen Studien und Anwendungsbeobachtungen bei Erwachsenen:
- Geschmacksstörung, zirkumorale und periphere Parästhesien, Kopfschmerzen
- Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen
- Asthenie
Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
Nebenwirkungen in klinischen Studien und Anwendungsbeobachtungen bei Erwachsenen:
- Allergische Reaktionen, einschließlich Urtikaria, leichter Hautausschlag, Bronchospasmen und Angioödem
- Leukozyten erniedrigt, Hämoglobin erniedrigt, Neutrophile erniedrigt, Eosinophile erhöht
- Schwindel, Parästhesien, Hyperästhesien, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Angstzustände
- Vasodilatation
- Pharyngitis, vermehrter Husten
- Dyspepsie, Appetitlosigkeit, lokale Reizungen im Bereich des Rachens,
Blähungen, Mundtrockenheit, Aufstoßen, Geschwürbildung
im Mund
- Exanthem (Rash), Juckreiz, Schwitzen
- Lipodystrophie: Die antiretrovirale Kombinationstherapie wurde bei
HIV-Patienten mit einer Umverteilung ihres Körperfetts
(Lipodystrophie) in Verbindung gebracht. Diese umfasst den Verlust von
peripherem und facialem subkutanem Fett, eine Zunahme intraabdominalen
und viszeralen Fetts, eine Hypertrophie der Brüste und eine
dorsozervikale Fettakkumulation (Stiernacken).
- CPK erhöht, Myalgie
- Fieber, Schmerzen, Gewichtsverlust
- GGT erhöht, CPK erhöht, Triglyceride erhöht, SGPT
erhöht, SGOT erhöht, Amylase erhöht, Harnsäure
erhöht, Kalium erniedrigt, freies und Gesamtthyroxin erniedrigt
Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
Nebenwirkungen in klinischen Studien und Anwendungsbeobachtungen bei Erwachsenen:
- Leukozyten erhöht, Neutrophile erhöht und erhöhte Prothrombinzeit
- Dehydratation, Diabetes mellitus
- Hepatitis und Ikterus
- Myositis, Rhabdomyolyse
- Glucose erhöht, Calcium erniedrigt, Magnesium erhöht, Bilirubin erhöht, alkalische Phosphatase erhöht
Seltene unerwünschte Wirkungen (> 1/10000)
Nebenwirkungen in klinischen Studien und Anwendungsbeobachtungen bei Erwachsenen:
- Anaphylaxie und Stevens-Johnson-Syndrom
- Hyperglykämie