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Rivaroxaban

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Rivaroxaban

Formel Rivaroxaban

Wirkstoffklasse

  • Antikoagulans

Fertigpräparate

  • Xarelto® 

Wirkung

Rivaroxaban greift in die Blutgerinnung ein (genauer: in die sekundäre Hämostase) und vermindert die Fähigkeit des Blutes zu gerinnen ("Blutverdünner").

Wirkungsmechanismus

Thrombin wandelt Fibrinogen in Fibrin um und sorgt so für die Bildung eines stabilen Fibringerinsels. Wie die niedermolekularen Heparine und Fondaparinux wirkt Rivaroxaban über die Hemmung des Faktors Xa, der eine zentrale Position innerhalb der Gerinnungskaskade einnimmt und die Bildung von Thrombin katalysiert. So verhindert Rivaroxaban die Bildung von Thrombin, ohne jedoch seine vielfältigen Wirkungen zu hemmen. Die Plättchenaggregation (primäre Hämostase) bleibt intakt und der primäre Wundverschluss wird somit nicht gestört.

Wirkung Rivaroxaban

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

-bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
-klinisch relevante akute Blutungen
-Lebererkrankungen, die mit einer Koagulopathie und einem klinisch relevanten Blutungsrisiko verbunden sind
-Schwangerschaft und Stillzeit

Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen)

Es handelt sich hier um eine vollständige Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

 Häufige unerwünschte Wirkungen (≥ 1% und < 10%):
- Anstieg der GGT, Transaminasenanstieg (einschl. erhöhte ALT, erhöhte AST)
- Anämie (einschl. entsprechender Laborparameter)
- Übelkeit
- Postoperative Blutungen (einschl. postoperativer Anämie und Wundblutungen).

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (≥ 0,1% und < 1%):
- Anstieg von Lipase, Antieg von Amylase, Anstieg von Bilirubin im Blut, Anstieg von LDH, Anstieg von alkalischer Phosphatase
- Tachykardie
- Thrombozytose (einschl. erhöhter Thrombozytenzahl)
- Synkope (einschl. Bewusstlosigkeit), Schwindel, Kopfschmerzen
- Verstopfung, Durchfall, abdominale und gastrointestinale Schmerzen (einschl. Schmerz im Oberbauch, Magenbeschwerden), Dyspepsie (einschl. epigastrische Beschwerden), trockener Mund, Erbrechen
- Einschränkung der Nierenfunktion (einschl. Kreatinin-Anstieg im Blut, Harnstoff-Anstieg im Blut)
- Pruritus (einschl. seltener Fälle von generalisiertem Pruritus), Hautrötung, Urtikaria (einschl. seltener Fälle von generalisierter Urtikaria), Bluterguss
- Schmerzen in den Extremitäten
- Wundsekretion
- Blutungen (einschl. Hämatomen und seltenen Fällen von Muskelblutungen), gastrointestinale Blutungen (einschl. Zahnfleischblutungen, Rektalblutungen, Bluterbrechen), Hämaturie (einschl. Blut im Urin), Blutungen im Genitaltrakt (einschl. Menorrhagie), Hypotension (einschl. Blutdruckabfall, behandlungsbedingter Hypotension), Nasenbluten
- Lokale Ödeme, periphere Ödeme, Unwohlsein (einschl. Müdigkeit, Asthenie), Fieber
- Leberfunktionsstörungen.

Seltene unerwünschte Wirkungen (≥ 0,01% und < 0,1%):
- Anstieg von konjugiertem Bilirubin (mit oder ohne gleichzeitigem ALT Anstieg)
- Allergische Dermatitis.

Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit:
- Blutungen in ein kritisches Organ (z.B. Gehirn), Blutungen der Nebenniere, Blutungen der Bindehaut, Hämoptysis
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Gelbsucht.



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