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Ropinirol

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Ropinirol

Formel Ropinirol

Wirkstoffklasse

  • Dopaminagonist

Fertigpräparate (Auswahl)

  • Requip®
  • Ropinal®

Wirkung

Ropinirol ist ein zentral wirksamer Dopamin D2-Rezeptoragonist, der alleine oder in Kombination mit L-Dopa bei der Parkinsonschen Krankheit eingesetzt wird. Des Weiteren ist Ropinirol zur symptomatischen Behandlung des mittelschweren bis schweren idiopathischen Restless-Legs-Syndroms zugelassen.

Wirkungsmechanismus

Ropinirol ist ein zentral und peripher wirksamer, nicht ergoliner Dopamin D2-Rezeptoragonist. Ropinirol stimuliert zentrale Dopamin D2-Rezeptoren, gleicht damit das bei der Parkinsonschen Krankheit bestehende gestörte Gleichgewicht aus und verbessert damit vor allem die Minussymptome (Hypo- und Akinese) des Parkinson-Syndroms. Ropinirol verursacht durch seine Wirkung im Hypothalamus und in der Hypophyse eine Hemmung der Prolaktinsekretion.
In In vitro-Studien wurde gezeigt, dass Ropinirol eine Affinität zu D2-Rezeptoren und noch stärker zu D3-Rezeptoren, nicht aber zu D1-Rezeptoren hat. Zu zentralen Adrenozeptoren, 5-HT-, GABA-, Benzodiazepin- oder muskarinischen Acetylcholin-Rezeptoren besteht keine Affinität. Eine geringe Affinität besitzt Ropinirol zu Opioid-Rezeptoren und zu peripheren alpha2-Adrenozeptoren. Eine relevante pharmakologische Wirkung in vivo kann daraus jedoch nicht abgeleitet werden.
In pharmakologischen Experimenten an Mäusen, Ratten und Krallenaffen hat Ropinirol eine Wirkung, die der von Diazepam vergleichbar ist. Die Behandlung von Katzen mit Ropinirol führt zur Senkung des arteriellen Blutdrucks, der Herzfrequenz, der Koronardurchblutung, des myokardialen Sauerstoffverbrauchs und des peripheren Gesamtwiderstandes. Ropinirol führt auch bei Ratten, Affen und Mensch zu einer orthostatischen Hypotonie. Nach 7- oder 14tägiger Behandlung entwickelt sich eine Toleranz gegenüber der blutdrucksenkenden Wirkung. Es wird vermutet, dass Ropinirol durch seine Dopamin-D2-agonistische Wirkung an präsynaptischen Bindungsstellen die Freisetzung von Noradrenalin hemmt.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Absolute Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegenüber Ropinirol
- schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30 ml/min)
-- Morbus Parkinson:
- Schwangerschaft
- Stillzeit
- Leberfunktionstörungen: Hierzu liegen keine speziellen klinischen Studien vor.
-- Restless-Legs-Syndrom:
- schwere Leberfunktionsstörung

Relative Gegenanzeigen
- psychiatrisch zu behandelnde oder psychotische Störungen: sorgfältige Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses vor der Behandlung mit Dopaminrezeptor-Agonisten
- schwere kardiovaskuläre Erkrankungen (insb. Koronarinsuffizienz): mit Vorsicht zu therapieren
-- Restless-Legs-Syndrom:
- mittelschwere Leberfunktionsstörung (Patienten sollen engmaschig auf Nebenwirkungen überwacht werden)
- Schwangerschaft
- Stillzeit


Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen)

Es handelt sich hier um eine vollständige Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker

Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
In Zusammenhang mit der Anwendung von Dopaminrezeptor-Agonisten wurden gesteigerte Libido, Hypersexualität und pathologisches Spielen (Spielsucht) beobachtet.

Sehr häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/10)
Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit Ropinirol als Monotherapie auftraten:
- Schläfrigkeit
- Synkope
- Übelkeit
Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit Ropinirol als Kombinationstherapie auftraten:
- Dyskinesie
- Schläfrigkeit
- Übelkeit

Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)
Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit Ropinirol als Monotherapie auftraten:
- Halluzinationen
- Beinödem
Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit Ropinirol als Kombinationstherapie auftraten:
- Verwirrtheit
- Halluzinationen
- Sodbrennen

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)
- deutliche Tagesmüdigkeit
- plötzliches Einschlafen
- Hypotonie (in seltenen Fällen schwere)
- orthostatische Hypotonie (in seltenen Fällen schwere)
Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit Ropinirol als Monotherapie auftraten:
- Schmerzen im Abdomen
- Erbrechen
- Sodbrennen

Sehr seltene unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
- hepatische Reaktionen
- Anstieg der Leberenzyme