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Roxithromycin


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Roxithromycin

Formel Roxithromycin

Wirkstoffklasse

  • Makrolidantibiotikum

Fertigpräparate (Auswahl)

  • Rulid® 
  • Romyk®
  • roxidura®

Wirkung

Roxithromycin ist ein Makrolid-Antibiotikum zur oralen Anwendung, das bakteriostatisch auf proliferierende Keime wirkt. Das Wirkungsspektrum umfasst vorwiegend gram-positive Keime.

Wirkungsmechanismus

Allgemeine Informationen zum Wirkmechanismus der Makrolide finden sich hier.

Roxithromycin
ist ein semisynthetisches Makrolid mit einer dem Erythromycin ähnlichen Struktur. Roxithromycin ist Säure-stabil und wirkt überwiegend bakteriostatisch. Die antibakterielle Wirkung wird durch Bindung an die 50S-Untereinheit der bakteriellen Ribosomen erzielt, wodurch deren Proteinsynthese gehemmt wird.
Roxithromycin besitzt ein anderen Makrolid-Antibiotika vergleichbares Wirkspektrum. Erwähnenswert ist neben der im Vergleich zu Erythromycin günstigeren Kinetik (Resorption, Eliminationshalbwertszeit) die bedeutend stärkere Anreicherung in Makrophagen. Der Quotient der intra-/extrazellulären Konzentration von Roxithromycin beträgt etwa 190, während Erythromycin in nur 8fachem Ausmaß in den Makrophagen angereichert wird.
Zusätzlich scheint Roxithromycin Chemotaxis und Adhäsion neutrophiler Granulozyten zu erhöhen, was in gesteigertem Maße zu Phagozytose und Lyse der Erreger und damit zu erhöhter antibiotischer Wirksamkeit führt.
Zu Erythromycin besteht eine fast vollständige Kreuzresistenz. Eine Resistenz-Entwicklung ist wie bei Erythromycin möglich.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Absolute Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen Roxithromycin oder gegen andere Makrolid-Antibiotika

Relative Gegenanzeigen

- Leberfunktionsstörungen (strenge Indikationsstellung)
- (v.a. schwere) Nierenfunktionseinschränkung
- Schwangerschaft (strenge Nutzen/Risiko-Abschätzung)
- Stillzeit (strenge Nutzen/Risiko-Abschätzung, möglichst Abstillen)
- angeborene oder erworbene QT-Intervall-Verlängerungen
- Hypokaliämie, Hypomagnesiämie
- klinisch relevante Bradykardie
- symptomatische Herzinsuffizienz
- Herzrhythmusstörungen in der Anamnese

Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen)

Es handelt sich hier um eine vollständige Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
- Verlängerung des QT-Intervalls, ventrikuläre Tachykardie, Torsade de pointes

Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)

- gastrointestinale Störungen wie z.B. Übelkeit, Brechreiz und/oder Erbrechen, Magenschmerzen, Diarrhoe

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)

- Überempfindlichkeitsreaktionen unterschiedlicher Schweregrade, meist Haut- und Schleimhautreaktionen wie Rötung, Schwellung mit oder ohne Juckreiz, Purpura
- vorüber gehender Anstieg der Serum-Konzentrationen von Transaminasen, γ-GT, alkalischer Phophatase, Bilirubin

Seltene unerwünschte Wirkungen (> 1/10000)

- blutige Diarrhoe
- Kopfschmerzen, Schwindel, Parästhesien, Störungen des Geschmacks- und/oder Geruchssinnes
- Hepatitis mit oder ohne Cholestase, Symptome einer Pankreatitis
- Überempfindlichkeitsreaktionen mit Schwellung von Gesicht, Zunge und/oder Kehlkopf, Atemnot, bis hin zum lebensbedrohlichen Schock