Tamsulosin, ein
Alpha-1-Rezeptoren-Blocker,
verringert den Tonus der glatten Muskulatur der Prostata und
Harnröhre. Tamsulosin ist indiziert zur Behandlung von
Symptomen
des unteren Harntraktes bei der benignen Prostatahyperplasie (BPH).
Wirkungsmechanismus
Allgemeine Informationen zum
Wirkmechanismus der selektiven Alpha-1-Rezeptorantagonisten finden sich
hier.
Tamsulosin
bindet
selektiv und kompetitiv an die postsynaptischen Alpha1-Rezeptoren,
insbesondere an den Subtypus Alpha1D und Alpha1A. Alpha1A-Rezeptoren
regulieren die Kontraktion der glatten Muskulatur der Prostata und der
Harnröhre. Tamsulosin ist etwa 12mal selektiver für
alpha1-Adrenzeptoren der menschlichen Prostata als für die
alpha1-Adrenozeptoren der Aorta. Die Blockade der postsynaptischen
Alpha1-Rezeptoren führt zu einer Relaxation der glatten
Muskulatur
der Prostata und der Urethra.
Tamsulosin erhöht die maximale Harnflussrate. Es reduziert die
Obstruktion, indem es eine Relaxation der glatten Muskulatur in der
Prostata und der Urethra bewirkt und dadurch die obstruktiven Symptome
lindert. Außerdem lindert Tamsulosin die irritativen
Symptome,
die bei einer Blaseninstabilität von großer
Bedeutung sind.
Diese Wirkungen auf die irritativen und die obstruktiven Symptome
werden unter der Langzeittherapie aufrechterhalten. Die Notwendigkeit
für eine operative Behandlung oder Katheterisierung wird
signifikant verzögert.
Alpha1-Rezeptorenblocker können den Blutdruck senken, indem
sie
den peripheren Gefäßwiderstand reduzieren. Im Rahmen
von
Studien mit Tamsulosin wurde keine klinisch relevante Blutdrucksenkung
beschrieben.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Relative Gegenanzeigen - schwere
Nierenfunktionsstörung
(Kreatinin-Clearance <10 ml/min): besondere Vorsicht ist
geboten, da
die Anwendung bei dieser Patientengruppe bislang nicht untersucht wurde
Nebenwirkungen (unerwünschte
Wirkungen)
Es
handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen
bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Unerwünschte
Wirkungen - (Art und Schweregrad)
Das Auftreten von
Nebenwirkungen beruht in erster Linie auf den pharmakologischen
Eigenschaften des Doxazosins.
Die Mehrzahl der Nebenwirkungen sind vorübergehend oder werden
bei fortgesetzter Behandlung toleriert.
In klinischen Studien entsprach das Nebenwirkungsprofil bei Patienten
mit benigner Prostatahyperplasie dem bei Hypertonie.
Zu
Beginn der Behandlung und insb. bei zu hoher Dosierung oder bei
erneuter Einnahme nach kurzer Einnahmepause können Symptome
einer
orthostatischen Dysregulation und Synkopen auftreten. Dies kann auch
auftreten, wenn die Therapie nach einer kurzen Unterbrechung wieder
aufgenommen wird.
Unerwünschte
Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
- Schwellung von Haut und Schleimhaut, Atembeschwerden/Atemnot
- "intra-operative floppy iris syndrome" (IFIS) während
Katarakt-Operationen