Finden Sie hier einen zuverlässigen Fachmann im Bereich Teichfolien. Absolut kostenlose Textlinks ohne Backlink Pflicht im großen Link Forum Interessantes zu Schalldämmung Lösungen lesen Sie hier.
Urapidil
Wirkstoffklasse
Alphablocker
Alpha-1-Rezeptorantagonist
Fertigpräparate
Ebrantil®
Hypotrit®
(A)
Wirkung
Der alpha1-Adrenozeptor-Antagonist
Urapidil senkt durch Blockade der alpha1-Adrenozeptoren den peripheren
Gefäßwiderstandes und damit den Blutdruck. Urapidil
wird zur
Behandlung von Hypertonie und bei hypertensiven Notfällen
eingesetzt.
Wirkungsmechanismus
Allgemeine Informationen zum
Wirkmechanismus der selektiven Alpha-1-Rezeptorantagonisten finden sich
hier.
Urapidil
hat
periphere und zentrale Angriffspunkte. Seine Hauptwirkung beruht auf
einer Blockierung postsynaptischer alpha-1-Rezeptoren, wodurch die
vasokonstriktorische Wirkung von Norepinephrin abgeschwächt
wird.
Außerdem erfolgt durch eine stimulierende Wirkung von
Urapidil an
peripheren präsynaptischen Alpha-2-Adrenozzeptoren eine
Hemmung
der Epinephrinausschüttung und damit ebenfalls eine
Vasodilatation.
Daneben hat Urapidil auch zentral eine stimulierende Wirkung an
Alpha-Adrenozeptoren, wodurch eine Verminderung des Sympathikotonus
hervorgerufen wird.
Durch Injektion systemisch unwirksamer Dosen in die A. vertebralis
lässt sich z.B. eine Blutdrucksenkung auslösen.
Bisherige
Untersuchungen sprechen für einen Angriffspunkt an
Serotonin-1A-Rezeptoren (5HT1a-Rezeptoren). Im Tierexperiment
lässt sich durch Gabe von 5-HT-1A-Antagonisten die
blutdrucksenkende Wirkung des Urapidil dosisabhängig
vermindern.
Urapidil führt zu einer Senkung des systolischen und
diastolischen
Blutdrucks durch Verminderung des peripheren Widerstandes ohne
Reflextachykardie.
Bei erniedrigtem Herzzeitvolumen bewirkt Urapidil durch Senkung von
Vor- und Nachlast eine Steigerung des Herzzeitvolumens bei konstanter
Herzfrequenz und führt zu einer Ökonomisierung der
Herzarbeit.
Gegenanzeigen
(Kontraindikationen)
Im
Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der
Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative
Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht
verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für
genauere Informationen bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Relative Gegenanzeigen
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Urapidil ist erforderlich bei:
- Herzinsuffizienz, deren Ursache in einer mechanischen
Funktionsbehinderung liegt, wie z.B. Aortenklappen- oder
Mitralkappenstenose, bei Lungenembolie oder bei durch
Perikarderkrankungen bedingter Einschränkung der Herzaktion
- Kinder
- Patienten mit Leberfunktionsstörungen
- Patienten mit mäßiger bis schwerer
Nierenfunktionsstörung
- ältere Patienten
parenteral:
- Schwangerschaft: Urapidil soll nur bei zwingender Indikation
verabreicht werden, da bisher keine Erfahrungen über die
Sicherheit einer Anwendung im 1. und 2. Trimenon und nur unzureichende
Erfahrungen mit dem Einsatz im 3. Trimenon vorliegen.
Nebenwirkungen (unerwünschte
Wirkungen)
Es
handelt sich hier um eine
vollständige
Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen
bzw.
Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum
oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
Parenteral:
In der Mehrzahl der Fälle sind die angegebenen Nebenwirkungen
auf
eine zu rasche Blutdrucksenkung zurückzuführen;
erfahrungsgemäß verschwinden sie jedoch innerhalb
von
Minuten, auch während der Langzeitinfusion, so dass in
Abhängigkeit vom Schweregrad der Nebenwirkung über
die
Unterbrechung der Behandlung entschieden werden muss.
Sehr seltene unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
- Verminderung der Thrombozytenzahl (In sehr seltenen
Einzelfällen
ist in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme von Urapidil ist eine
Verminderung der Thrombozytenzahl beobachtet worden. Ein kausaler
Zusammenhang mit der Urapidil-Behandlung konnte - beispielsweise durch
immunhämatologische Untersuchungen - nicht nachgewiesen
werden.)
- Unruhe
Oral:
- verstärkter Harndrang
- Verstärkung einer Harninkontinenz
- Ödeme
- reversible Erhöhung leberspezifischer Enzyme
- Priapismus