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Zanamivir


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Zanamivir

Formel Zanamivir (Relenza)


Wirkstoffklasse

  • Virustatikum
  • Neuraminidase-Hemmer

Fertigpräparate

  • Relenza® 

Wirkung

Zanamivir ist ein Virustatikum vom Typ der Neuraminidase-Hemmstoffe und wird zur Behandlung und Prophylaxe der Influenza A und B eingesetzt.
Durch die selektive Hemmung der Neuraminidase auf der Oberfläche der Influenza-Viren verhindert es die Virusreplikation. Möglichst frühzeitig nach dem Auftreten der typischen Grippesymptome angewendet (innerhalb der ersten 30 bis 36 Stunden) kann es diese um durchschnittlich 1,5, bei Patienten mit Fieber um 2 bis 3 Tage verkürzen. Zanamivir wird topisch, d.h. inhalativ angewendet und im Allgemeinen gut vertragen. Es verteilt sich nach Inhalation in hohen Konzentrationen im Respirationstrakt.

Wirkungsmechanismus

Neuraminidase-Hemmstoffe binden selektiv und kompetitiv an das aktive Zentrum der Neuraminidase, dem wichtigsten Oberflächenantigen der Influenzaviren. Dieses für die Replikation von Influenza-Viren essentielle Glykoprotein unterstützt die Freisetzung von neu gebildeten Viren aus infizierten Zellen. Es spaltet Sialinsäure aus Glykoproteinkonjugaten innerhalb der Zellwand ab, so dass die Virionen aus der Wirtszelle freigesetzt werden. Außerdem wird mit Hilfe der Neuraminidase der Zugang des Virus durch den Mucus zur Oberfläche der Epithelzellen erleichtert und eine Virusinfektion von anderen Zellen ermöglicht. Durch die kompetitive Hemmung der Neuraminidase von Influenza A- und B-Viren wird deren weitere Ausbreitung im Körper behindert.
Der Wirkmechanismus von Zanamivir beruht im Wesentlichen auf einer kompetitiven Hemmung der Neuraminidase von Influenza A- und B-Viren. Dabei bindet Zanamivir selektiv an virale Neuraminidasen, beeinflusst aber weder diejenigen des menschlichen Wirtsorganismus, noch die entsprechenden bakteriellen Enzyme.
Als ein Derivat der Sialinsäure wird die entsprechende Bindungsstelle der Neuraminidase besetzt. Da diese Bindungsstelle eine konstante Struktur hat, kann Zanamivir die Replikation aller Influenzastämme hemmen. Die Aktivität von Zanamivir ist extrazellulär.


Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Im Folgenden sind absolute Gegenanzeiegn (Situationen in denen der Arzneistoff auf keinen Fall verabreicht werden sollte) und relative Gegenanzeigen (Situationen in denen der Arzneistoff nur mit Vorsicht verabreicht werden sollte) aufgelistet. Für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Absolute Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegenüber Zanamivir

Relative Gegenanzeigen
- Schwangerschaft;
- Stillzeit;
- Patienten mit instabilen chronischen Erkrankungen;
- schweres Asthma bronchiale;
- schwere chronische Atemwegserkrankungen;
- immunsupprimierte Patienten.

Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen)

Es handelt sich hier um eine vollständige Liste der bekannten Nebenwirkungen, für genauere Informationen bzw. Antworten auf Ihre Fragen nutzen Sie bitte das Forum oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.

Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit
neuropsychiatrische Reaktionen (Kausalzusammenhang nicht gesichert)

Seltene unerwünschte Wirkungen (> 1/10000)
- akuten Bronchospasmus und/oder eine schwere Verminderung der Lungenfunktion bei Patienten mit einer Vorgeschichte einer Atemwegserkrankung (Asthma bronchiale, COPD)

Sehr seltene unerwünschte Wirkungen (< 1/10000)
- akuten Bronchospasmus und/oder eine schwere Verminderung der Lungenfunktion bei Patienten ohne Vorgeschichte einer Atemwegserkrankung
- allergische Reaktionen, einschließlich faziales und oropharyngeales Ödem
- Bronchospasmus, Dyspnoe, Engegefühl oder Konstriktion im Rachenbereich
- Hautausschlag, Urtikaria